Landkreis Landshut

Keine Ruhe im Streit der Festwirte: Dultvergabe landet jetzt vor Gericht


Auch nach der Entscheidung des Dultsenats will im "Streit der Festwirte" keine Ruhe einkehren. (Symbolfoto: Peter Kneffel, dpa)

Auch nach der Entscheidung des Dultsenats will im "Streit der Festwirte" keine Ruhe einkehren. (Symbolfoto: Peter Kneffel, dpa)

Nach der Entscheidung des Dultsenats schien im Streit der Festwirte Ruhe eingekehrt zu sein. Doch diese Stille war trügerisch, hinter den Kulissen brodelt es kräftig weiter. Peter Vorholzer, der nur zu gerne anstatt der Bartlmädult im Sommer bei der Frühjahrsdult den Zuschlag für das große Festzelt bekommen hätte, fühlt sich betrogen. Zu einem Schlichtungsgespräch, das ihm von Seiten der Stadt zugesagt worden sei, sei es bislang nicht gekommen, weil der Mitbewerber durch die Stadt hierzu nicht geladen werden sollte. Nun ist Vorholzer mit seiner Geduld am Ende.

Anhand verschiedener Kriterien hatte der Dultsenat in seiner Sitzung im Dezember entschieden, die Frühjahrsdult wieder an Festwirt Franz Widmann zu vergeben. Vorholzer will diesen Beschluss nicht so einfach hinnehmen: "Die objektiven Gründe wie Preisgestaltung oder Familienfreundlichkeit sprachen alle für mich. Bei den subjektiven Kriterien wie der Ausstattung des Zeltes, der Qualität der Speisen oder dem Musikprogramm, das angeblich verbesserungswürdig sein soll, wurde dagegen gegen mich entschieden." Hier sei nicht ansatzweise erläutert worden, in welche Richtung überhaupt eine Weiterentwicklung erforderlich sein solle.

Vorholzer glaubt, dass der Dultsenat mit dem Freie-Wähler-Politiker und dritten Bürgermeister Erwin Schneck als Vorsitzendem eine politische Entscheidung getroffen hat.

Gerne hätte Vorholzer nun ein Gespräch mit Vertretern der Stadt geführt, doch sei er nach einer ersten Absage seinerseits vertröstet worden: "Ich möchte einfach wissen, was ich denn falsch gemacht haben soll, so dass ich nicht zum Zug gekommen bin." Ihm gehe es vor allem darum, dass die Vergabe künftig anders verlaufen soll: "Sonst braucht man sich ja gar nicht erst zu bewerben." Aus diesem Grund habe er nun seinen Rechtsanwalt beauftragt, Klage einzureichen.