Sturzfluten und Garagentrümmer Die Bilanz der Unwetter-Nacht im Landkreis Straubing-Bogen

Das Unwetter in der Nacht zum Dienstag hat für Überschwemmungen in Sankt Englmar gesorgt. Foto: Freiwillige Feuerwehr Sankt Englmar

In den letzten Tagen und Wochen wüteten immer wieder schwere Gewitter in Bayern. Vergangene Nacht hat es nun auch den Landkreis Straubing-Bogen schwer erwischt. Starke Regenfälle und heftige Sturmböen hielten teils stundenlang an. Die Aufräumarbeiten werden wohl noch Tage dauern.

Das Unwetter der vergangenen Nacht hat auch im Landkreis Straubing-Bogen gewütet und sorgte für insgesamt knapp 100 witterungsbedingte Einsätze.

Kein Einzelfall in diesen Tagen in Niederbayern. Vor allem in Stadt und Landkreis Landshut richteten Unwetter zuletzt starke Schäden an. Lesen Sie hierzu: Video - Heftiges Unwetter fegt über Landshut hinweg

Nun also auch im Landkreis Straubing-Bogen. Besonders betroffen war der nördliche Landkreis-Teil und dort vor allem die Bereiche Niederwinkling, Neukirchen, Sankt Englmar, Schwarzach und Perasdorf. Dort ist auch weiterhin – und wohl auch noch den Rest der Woche – die Kreisstraße SR 49 zwischen Windberg und Irensfelden gesperrt. In diesem Bereich wurde das Bankett komplett weggespült. Eine Umleitung ist eingerichtet, der Anwohnerverkehr wird über Gemeindestraßen aufrechterhalten.

Garagentrümmer auf der Straße

Ebenfalls gesperrt ist die Staatstraße St 2147 zwischen Hintersollach in der Gemeinde Perasdorf und Kreuzhaus in der Gemeinde Neukirchen. Unter anderem liegen dort im Bereich Obermühlbach die Überreste einer Garage auf der Straße. Die Dauer der Sperre kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Eine Umleitung erfolgt über die Kreisstraßen SR 3 und 70.

„Es kommt derzeit aber noch auf vielen weiteren Straßen in diesem Gebiet zu Aufräumarbeiten. Wir bitten deshalb die Verkehrsteilnehmer um erhöhte Vorsicht, gerade weil auch weitere Niederschläge und Gewitter angekündigt sind“, sagt der Leiter der Tiefbauverwaltung des Landkreises, Markus Fischer. „In den anderen Landkreisteilen war der Bereich Straßkirchen-Irlbach-Oberschneiding-Fierlbach besonders betroffen. Auch dort mussten in der Nacht und am frühen Morgen Straßen gesperrt werden, diese sind aber mittlerweile – was die Kreisstraßen betrifft - wieder frei“, ergänzt Fischer.

Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen, über die Ufer getretene Bäche und Sturmschäden hielten die Einsatzkräfte stundenlang bis zum Vormittag auf Trab. Insgesamt rund 30 Freiwillige Feuerwehren aus dem Landkreis waren im Einsatz. „Für den Bereich des Perlbachtals haben wir die Dispo Sandsack alarmiert und Sandsäcke an die örtlichen Feuerwehren verteilt und befüllt“, erläutert Kreisbrandrat Albert Uttendorfer. Die Befüllung lief in der landkreiseigenen Abfüllanlage in Parkstetten. „Noch in der Nacht wurden Sandsäcke speziell an die Feuerwehren der Gemeinden Neukirchen und Hunderdorf verteilt, im Laufe des Mittwoch auch an die Feuerwehren der Gemeinde Sankt Englmar“, so Kreisbrandinspektor Markus Huber.

Lesen Sie auch: Unwetter sorgt für Sturzflut in Sankt Englmar

Landrat Josef Laumer wird sich am Dienstagnachmittag persönlich ein Bild von den Schäden machen und bedankt sich schon vorab bei den Einsatzkräften. „Die hochprofessionelle Arbeit der Feuerwehren und weiteren Einsatzkräfte hat sich einmal mehr gezeigt. Wir sind stolz auf unsere Feuerwehren im Landkreis und können uns jederzeit auf sie verlassen. Vielen Dank für dieses ehrenamtliche Engagement rund um die Uhr 365 Tage im Jahr.“

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