Überschwemmung in Englmar Viele Einsätze wegen Unwetter im Kreis Straubing Bogen

, aktualisiert am 29.06.2021 - 11:49 Uhr
Das Unwetter in der Nacht zum Dienstag hat für Überschwemmungen in Sankt Englmar gesorgt. Foto: Freiwillige Feuerwehr Sankt Englmar

Das Unwetter der vergangenen Nacht hat auch im Landkreis Straubing-Bogen gewütet und sorgte für insgesamt knapp 100 witterungsbedingte Einsätze. Wieder hat dabei ein Gewitter auch für Chaos in Sankt Englmar gesorgt. 

Besonders betroffen von den Unwettern war der nördliche Landkreis-Teil und dort vor allem die Bereiche Niederwinkling, Neukirchen, Sankt Englmar, Schwarzach und Perasdorf. Das berichtet das Landratsamt Straubing-Bogen am Dienstag. Die Kreisstraße SR 49 zwischen Windberg und Irensfelden muss deswegen bis Ende der Woche gesperrt werden. In diesem Bereich wurde das Bankett komplett weggespült. Eine Umleitung ist eingerichtet,

Ebenfalls gesperrt ist die Staatstraße St 2147 zwischen Hintersollach (Gemeinde Perasdorf) und Kreuzhaus (Gemeinde Neukirchen). Unter anderem liegen dort im Bereich Obermühlbach (Gemeinde Neukrichen) die Überreste einer Garage auf der Straße. Die Dauer der Sperre kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Eine Umleitung erfolgt über die Kreisstraßen SR 3 und 70. Es komme laut Tiefbauamt derzeit aber noch auf vielen weiteren Straßen in diesem Gebiet zu Aufräumarbeiten.

In den anderen Landkreisteilen sei der Bereich Straßkirchen-Irlbach-Oberschneiding-Fierlbach besonders betroffen gewesen. Auch dort mussten in der Nacht und am frühen Morgen Straßen gesperrt werden, diese sind aber mittlerweile – was die Kreisstraßen betrifft - wieder frei.

Überschwemmungen in Sankt Englmar

Bei dem Gewitter in der Nacht zum Dienstag war dieses Mal nicht nur der neu bebaute Ortsrand der Gemeinde betroffen. Laut Angaben der Freiwilligen Feuerwehr von Sankt Englmar hinterließ eine unerwartete Sturzflut im gesamten Dorf eine Schneise der Verwüstung. Besonders der ansonsten gemächlich dahinfließende Englmaribach wurde zu einer reißenden Flut. Viele Gebäude wurden von den schieren Wassermassen in Mitleidenschaft genommen, auch das Rathaus wurde nicht verschont.

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Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte kurz vor halb drei Uhr morgens. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Sankt Englmar teilten sich in drei Teams auf und setzten ausgehobene Gullydeckel wieder ein, räumten die Straßeneinläufe frei und pumpten vollgelaufene Keller wieder leer. Zur Unterstützung wurden die Kameraden aus Rettenbach und Klinglbach mit ihren Wassersaugern nachalarmiert. Der Einsatz endete gegen fünf Uhr morgens, die Aufräumarbeiten der Bevölkerung und des Bauhofs wird noch längere Zeit in Anspruch nehmen.

Viele Einsatzkräfte in der Nacht im Dienst

Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen, über die Ufer getretene Bäche und Sturmschäden hielten die Einsatzkräfte auch andernorts im Landkreis bis zum Vormittag auf Trab. Insgesamt rund 30 Freiwillige Feuerwehren aus dem Landkreis waren im Einsatz. „Für den Bereich des Perlbachtals haben wir die Dispo Sandsack alarmiert und Sandsäcke an die örtlichen Feuerwehren verteilt und befüllt“, erläutert Kreisbrandrat Albert Uttendorfer.

Die Befüllung lief in der landkreiseigenen Abfüllanlage in Parkstetten. „Noch in der Nacht wurden Sandsäcke speziell an die Feuerwehren der Gemeinden Neukirchen und Hunderdorf verteilt, im Laufe des Mittwoch auch an die Feuerwehren der Gemeinde Sankt Englmar“, so Kreisbrandinspektor Markus Huber.

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