Regensburg Hartl im Wolbergs-Prozess: "Das tut schon weh"

Norbert Hartl, ehemaliger Fraktionsvorsitzender der SPD im Regensburger Stadtrat, sitzt in dem Gerichtssaal Foto: Armin Weigel, dpa

Im Prozess um die Regensburger Parteispendenaffäre hat am Donnerstagvormittag Norbert Hartl seine persönlichen Verhältnisse offen gelegt.

Der ehemalige SPD-Fraktionsvorsitzende in Regensburg blickte dabei gefasst, aber sichtlich berührt auf sein Lebenswerk zurück. Hartl ist seit 41 Jahren Mitglied des Regensburger Stadtrats, 36 Jahre war er Bezirksrat. Der 72-Jährige machte am Donnerstag deutlich, dass ihm soziale Themen am wichtigsten gewesen seien. Er habe sich stets für Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und Hilfseinrichtungen für Schwerbehinderte eingesetzt. Besonders hart sei es deshalb für ihn, wenn er wegen des Prozesses nicht zu Richtfesten oder Grundsteinlegungen derartiger Projekte eingeladen werde, obwohl er sie initiiert habe. "Das tut dann schon weh", sagte Hartl.

Die drei Jahre des Verfahrens hätten sein Leben auf den Kopf gestellt. Zu Beginn der Hauptverhandlung habe er Angst gehabt, die sachliche und ordentliche Abarbeitung des Gerichts habe ihn aber ruhiger werden lassen. In dem Prozess geht es um die Frage, ob der suspendierte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) Vorteile angenommen hat. Hartl ist der Beihilfe beschuldigt. Die Männer bestreiten die Taten.

Den bisherigen Verlauf des Prozesses lesen Sie in Wolbergs-Prozess: Die Entwicklungen im Blog.

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