Personalsituation verbessert SSV Jahn verliert Testspiel beim FC Augsburg knapp

Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic war zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft gegen Augsburg. Foto: Markus Fischer/imago

Gegen den FC Augsburg sammeln Spieler des SSV Jahn Regensburg Spielpraxis, die zuletzt verletzt waren oder wenig gespielt haben. Am Ende steht eine knappe 0:1-Niederlage gegen den Bundesligisten.

Der SSV Jahn Regensburg hat am Montag, einen Tag nach der 1:3-Auswärtsniederlage in Hamburg, ein Testspiel beim FC Augsburg bestritten. Nach 90 Minuten, in denen auf beiden Seiten viele Reservisten zum Einsatz kamen, stand ein verdienter 1:0-Erfolg für Augsburg. André Hahn erzielte bereits in der 9. Minute nach einem Konter den einzigen Treffer des Tages für den Bundesligisten.

"Unsere Leistung war in vielen Bereichen sehr gut", war Jahn-Coach Mersad Selimbegovic aber dennoch zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. "Wir haben 90 Minuten komplett dagegen gehalten und hatten am Ende auch eine Phase, in der wir am Drücker waren, den Ausgleich zu machen. Das war schwer in Ordnung und ist in der neuen Konstellation, mit der wir gespielt haben, nicht selbstverständlich gegen einen Gegner wie den FC Augsburg."

Kapitän Gimber feiert Comeback

Positiv für den SSV Jahn war, dass Kapitän Benedikt Gimber nach über zwei Monaten Verletzungspause sein Comeback feierte. "Er war gleich voll da und hat sofort eine Präsenz, Ausstrahlung, Giftigkeit und Zweikampfhärte auf den Platz gebracht, die wir brauchen. Dafür, dass er so lange nicht gespielt hat, hat er seine Sache richtig gut gemacht", gab es hinterher Lob vom Trainer. Ob Gimber nun auch beim kommenden Ligaspiel, am Sonntag zu Hause gegen den VfL Bochum, eine Option für die Startelf ist, will Selimbegovic noch abwarten: "Wir müssen schauen, wie er das Testspiel vertragen hat."

Auch Babis Makridis und Benedikt Saller konnten nach Verletzungen ebenso wieder etwas Spielzeit sammeln wie Scott Kennedy, der zu Saisonbeginn lange verletzt war und dem dadurch noch der Rhythmus etwas fehlt. "Er ist im Laufe des Spiels immer besser geworden", sagte Selimbegovic, der allgemein wichtige Erkenntnisse sammeln konnte: "Es gibt keinen Spieler, bei dem man sagen könnte, die Leistung hat gegen ihn gesprochen."

Damit ist der Konkurrenzkampf voll da. Auch, weil Selimbegovic am Mittwoch den kompletten Kader auf dem Trainingsplatz erwartet. Aaron Opoku (krank) und Sebastian Stolze (muskuläre Probleme) waren beim HSV noch nicht dabei, sollen aber auch wieder mittrainieren.

Belastung: Noch aufmerksamer

Aktuell ist eine Phase, in der man beim Jahn wie im Fall Stolze lieber etwas vorsichtiger agiert. "Wir befinden uns in einer Situation, die wir noch nie hatten. Die letzte Saison war lange, jetzt hatten wir nur eine kurze Winterpause. Da müssen wir noch aufmerksamer sein und vorbeugend reagieren", sagte Selimbegovic. Das sei vor allem auch wegen des sehr intensiven, auf vielen Sprints basierenden Spiels des Jahn wichtig. "Es wartet ein hartes Programm auf uns, da brauchen wir gesunde Spieler", so Selimbegovic.

Verändert hat sich zuletzt etwas an der Nummer zwei bei den Regensburgern. Wechselten sich zu Saisonbeginn Alexander Weidinger und Kevin Kunz, die gegen Augsburg je eine Halbzeit ran durften, noch ab, so saß zuletzt nur noch Weidinger auf der Ersatzbank. Das sei vorerst so, aber nicht in Stein gemeißelt, sagte Selimbegovic. Er lobte die Entwicklung des gebürtigen Regensburgers: "Er hat sich wirklich verbessert. Er war nach der Sommerpause nicht ganz fit. Jetzt ist er ein richtiger Athlet, hat eine ganz andere Körpersprache und hat auch sein Spiel mit dem Fuß deutlich verbessert."

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