Gaming-Tipps im Juni Haie, Vampire, Apokalypse: Die Spiele-Highlights im Mai

Alles neu macht der Mai? In Zeiten von Corona gilt das leider nur bedingt. Das bekommt auch die Games-Branche zu spüren. Bei mehreren Spielen hat sich der Release-Termin bereits verschoben, weitere könnten folgen. Trotzdem gibt es auch im kommenden Monat einige Perlen. Diesmal zur Auswahl: Ein Rollenspiel mit Biss, Survival im Weltraum und ein Geheimtipp in neuem Gewand.

Die schlechte Nachricht zuerst: Das Action-Spiel „The Last of Us 2“, eines der am sehnlichsten erwarteten Spiele in diesem Jahr, wird nicht wie geplant am 29. Mai erscheinen. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus verzögert sich die Fertigstellung des Spiels. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, da „The Last of Us 2“ selbst in einer von einer Pandemie geplagten Welt spielt. Allerdings verwandelt das Virus Betroffene hier in zombieähnliche Kreaturen, die gnadenlos ihre Mitmenschen angreifen. Davon sind wir in der Realität zum Glück doch weit entfernt. Als neuen Release-Termin hat Publisher Sony nun den 19. Juni genannt. Fans müssen sich also noch etwa einen Monat länger gedulden.

„The Last of Us 2“ ist dabei nicht das einzige Spiel, das mit Verspätung erscheint: Auch „Minecraft Dungeons“ ist nicht wie geplant im April erschienen. Hier ist nun der 26. Mai als neuer Termin angedacht. Das tschechische Horror-Spiel „Someday You'll Return“, das wir vergangenen Monat vorgestellt haben, verzögert sich ebenfalls und soll nun am 5. Mai erscheinen. Ebenso ergeht es auch dem düsteren Adventure „Hellpoint“, das eigentlich am 16. April seine Veröffentlichung feiern sollte. Die Fertigstellung wird sich nun voraussichtlich bis Juni verzögern. Besonders bitter trifft es Fans von „Marvel's Iron Man VR“: Das Spiel rund um Superheld Tony Stark sollte eigentlich schon im Februar für die PS4 erscheinen, musste dann aber auf den 15. Mai verschoben werden. Doch coronabedingt wird auch dieser Termin laut Sony nicht zu halten sein. Wann das Spiel nun tatsächlich erscheint, ist bis dato noch unklar.

Doch es gibt auch gute Nachrichten und einige neue Spiele, die einen Blick wert sind: So beginnt Anfang Mai auf Steam der Early Access für das PC-Spiel „Population Zero“. Dabei handelt es sich um ein Online-Rollenspiel, in dem die Spieler die Rolle von Kolonisten auf einem fremden Planeten übernehmen. In unterschiedlichen Fraktionen wetteifern sie um die knappen Ressourcen, während ihnen gleichzeitig die fremdartige Flora und Fauna zu schaffen macht. Einen ersten Eindruck können sich Spieler ab dem 5. Mai auf Steam verschaffen. Der endgültige Release von „Population Zero“ wird dagegen wohl nicht mehr in diesem Jahr sein.

Am 22. Mai feiert ein Geheimtipp seinen Einstand auf der aktuellen Konsolengeneration: „The Wonderful 101“. Dabei handelt es sich um ein Actionspiel, in dem eine Armee von Superhelden die Welt vor einer außerirdischen Bedrohung rettet. Das Spiel stammt von den „Bayonetta“-Entwicklern von Platinum Games und ist ursprünglich bereits 2013 erschienen - damals allerdings exklusiv für die Wii U. Dank einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne kommen nun aber auch Besitzer einer PS4, einer Nintendo Switch und eines PC in den Genuss der Superheldensause.

Sei es „Der Weiße Hai“, „Deep Blue Sea“ oder „Sharknado“: Im Kino gibt es zahlreiche Beispiele, in denen Haie (gerne auch mal größer und/oder mit zusätzlichen Köpfen) die eigentliche Hauptrolle spielen. In Videospielen sind sie dagegen bislang eher unterrepräsentiert. Das soll sich nun mit „Maneater“ ändern. Darin übernimmt der Spieler die Kontrolle über einen Bullenhai, der sich vom kleinen Baby nach und nach zum ultimativen Jäger entwickelt. „Maneater“ steht unter dem Motto „Eat, Explore, Evolve“ (auf deutsch: Essen, Entdecken, Entwickeln) und soll wie ein Rollenspiel aufgebaut sein. So bekommt der Spieler etwa Erfahrungspunkte und kann seinen Hai damit verstärken und anpassen. Ob „Maneater“ das Zeug zum Hai-light hat oder doch der nötige Biss fehlt, wird sich am 22. Mai zeigen. Dann soll das Spiel für den PC, die PS4 und die Xbox One erscheinen. Im Laufe des Jahres ist auch ein Release für die Nintendo Switch geplant.

Fans des populären Online-Rollenspiels „The Elder Scrolls Online“ dürfen sich Ende Mai auf neue Inhalte freuen: Am 26. Mai erscheint die Erweiterung „Greymoor“ für den PC, knapp zwei Wochen später (am 9. Juni) auch für die PS4 und die Xbox One. Das Add-On kehrt in die Spielwelt von Himmelsrand zurück, die auch Schauplatz des gefeierten „The Elder Scrolls V: Skyrim“ war. Fans dürfen sich also auf ein Wiedersehen mit klassischen Gebieten wie etwa der Stadt Einsamkeit freuen. Statt mit Drachen bekommen sie es diesmal aber wohl hauptsächlich mit Vampiren und Werwölfen zu tun, die in der neuen Geschichte eine große Rolle spielen sollen.

2002 hüpfte die Bauchtänzerin Shantae, damals noch auf dem Game Boy Color, zum ersten Mal über die Bildschirme. Und auch wenn Shantae, die halb Mensch und halb Dschinn ist, nie die Bekanntheit von anderen Jump&Run-Ikonen wie Mario, Sonic oder Crash Bandicoot erreicht hat, haben die Spiele über die Jahre eine treue Fangemeinde angesammelt. Nun erscheint mit „Shantae and the Seven Sirens“ bereits der fünfte Teil der Reihe. Diesmal verschlägt es die Heldin auf eine tropische Insel, wo sie die Geheimnisse rund um die titelgebenden Sirenen lösen muss. Fans von Oldschool-Jump&Runs dürfen sich den 28. Mai schon einmal im Kalender vormerken. Dann soll das Spiel für den PC, die PS4, Xbox One und Nintendo Switch erscheinen.

Besitzer einer Nintendo Switch haben es im Mai gut: Denn gleich mehrere Spiele-Klassiker werden in diesem Monat für die Nintendo-Konsole neu veröffentlicht. So erscheint am 29. Mai die „Definitive Edition“ von „Xenoblade Chronicles“. Das hochgelobte Japano-Rollenspiel soll neben verbesserter Grafik und flüssigerem Gameplay auch einen neuen Epilog spendiert bekommen.

Ebenfalls am 29. Mai wird auch die „Bioshock“-Collection für die Nintendo Switch veröffentlicht. Die drei Spiele aus dem Hause von 2K-Games gelten als moderne Klassiker und erzählen von einer mysteriösen Unterwasserstadt namens Rapture, in der Forscher und Wissenschaftler eine ideale Gesellschaft errichten wollten. Klar, dass das gründlich nach hinten losgeht und in Gewalt und Chaos endet.

Chaotisch geht es auch in „Borderlands“ zu. Hier allerdings im positiven Sinne. Denn nur selten war die Postapokalypse witziger und abgedrehter als hier. Die „Borderlands“-Spiele mixen clever Shooter- und Rollenspiel-Elemente und garnieren das Ganze mit viel schwarzem Humor. Davon können sich nun auch Besitzer einer Nintendo Switch ab 29. Mai überzeugen. Enthalten sind in der „Legendary Collection“ die ersten beiden Teile sowie „Borderlands: The Pre-Sequel“. „Borderlands 3“, das im September 2019 veröffentlicht wurde, ist nicht dabei und bislang (leider) auch nicht für die Switch erschienen.

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