Gaming-Tipps im September

"Deathloop", "Kena" und weitere Highlights


Mit seiner kunterbunten und detaillreichen Spielwelt erinnert "Kena: Bridge of Spirits" an Animationsfilme von Disney.

Mit seiner kunterbunten und detaillreichen Spielwelt erinnert "Kena: Bridge of Spirits" an Animationsfilme von Disney.

Der September wird für Videospiele-Fans ein richtig spannender Monat: Bethesda veröffentlicht mit "Deathloop" einen innovativen Zeitschleifen-Shooter, Nintendo bringt ein neues "WarioWare" für die Switch heraus und die "Life is Strange"-Reihe wird mit "True Colors" fortgesetzt.

Rollenspielfans mit viel Zeit dürfen sich den 2. September ganz dick im Kalender anstreichen: Dann erscheint "Pathfinder: Wrath of the Righteous", der Nachfolger des hochgelobten "Kingmaker" von 2018. "Pathfinder" ist ein Rollenspiel alter Schule im Stile von "Baldur's Gate". Einen Großteil des Spiels nehmen die Kämpfe (klassisch in isometrischer Ansicht geführt) sowie der Aufbau und die Verwaltung der eigenen Truppen in Anspruch. Dabei bietet "Pathfinder" schier grenzenlose Möglichkeiten, den eigenen Charakter und seine Begleiter zu erstellen und auszubauen. Mit der gigantischen Masse an Völkern, Klassen und Fähigkeiten werden Tüftler ihre helle Freude haben, Neueinsteiger könnte das komplexe Regelwerk allerdings etwas überfordern. Das Spiel basiert dabei auf den Regeln des gleichnamigen Pen & Papers, Kenner der Vorlage tun sich also etwas leichter. Alle anderen sollten Lernbereitschaft und viel Geduld mitbringen, werden dafür aber mit einem extrem umfangreichen und angenehm altmodischen Rollenspiel belohnt. Erscheinen wird "Pathfinder: Wrath of the Righteous" zunächst nur für den PC, später ist auch ein Release für die PS4 und die Xbox One angedacht.

Ganz normale Menschen, die plötzlich außergewöhnliche Fähigkeiten entwickeln: Darum geht es in der Videospiel-Reihe "Life is Strange". In Teil 1 war es eine Fotografie-Studentin, die die Zeit manipulieren konnte, in Teil 2 ein junger Flüchtling, der über telekinetische Kräfte verfügt. Nun erscheint mit "Life is Strange: True Colors" ein weiterer Ableger der Mystery-Adventure-Reihe. Dieses Mal steht eine junge Frau namens Alex im Vordergrund, die die Emotionen von anderen Menschen absorbieren kann. Wie wird sie ihre Kraft nutzen? Das haben wie schon in den Vorgängern vor allem die Spieler in der Hand. "Life is Strange" lässt sie an vielen Stellen eigene Entscheidungen treffen, die den weiteren Verlauf des Spiels maßgeblich beeinflussen. Durch die episodenhafte Inszenierung fühlt sich "True Colors" dabei wie eine Fernsehserie zum Mitspielen an. Erscheinen wird das Spiel am 10. September für PC, PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series.

In "Life is Strange: True Colors" schlüpfen die Spieler in die Rolle von Alex Chen (links). Die junge Frau besitzt die Fähigkeit, Emotionen von anderen Menschen zu absorbieren - und wird dadurch vor schwierige Entscheidungen gestellt.

In "Life is Strange: True Colors" schlüpfen die Spieler in die Rolle von Alex Chen (links). Die junge Frau besitzt die Fähigkeit, Emotionen von anderen Menschen zu absorbieren - und wird dadurch vor schwierige Entscheidungen gestellt.

Entwickelt wurde er als böses Gegenstück zum Nintendo-Helden Mario, mittlerweile hat Wario längst eine Fangemeinschaft um sich geschart. Seit 2003 hat der übergewichtige Antiheld mit "WarioWare" eine eigene Spielereihe. Darin bestreiten Wario und alte Bekannte aus dem Nintendo Universum zahlreiche Minispiele. Am 10. September erscheint mit "WarioWare: Get it Together!" eine neue Anthologie für die Nintendo Switch. Es ist das erste "WarioWare" für die aktuelle Nintendo-Generation. Die Minispiele sind dabei gewohnt skurril. Ob es um das Ausrupfen von Achselhaaren oder das Ausbrechen aus einer Mülltonne geht: Der typische Wario-Humor ist stets mit dabei.

Die Arkane Studios sind bislang vor allem für den Überraschungshit "Dishonored" (2012) bekannt. Der innovative Mix aus Steampunk, Stealth und Ego-Shooter konnte mit einer kreativen Spielwelt und viel Entscheidungsfreiheit punkten und ragte so im Action-Genre positiv heraus. Nun wollen die Entwickler mit "Deathloop" das Shooter-Genre ein weiteres Mal revolutionieren. Die Prämisse klingt dabei sehr spannend: Im Zentrum der Handlung steht ein Attentäter namens Colt, der innerhalb einer Nacht acht verschiedene Ziele auf einer mysteriösen Insel eliminieren soll. Allerdings: Colt und seine Ziele stecken in einer Zeitschleife fest. Stirbt Colt oder überlebt eines seiner Opfer die Nacht, startet die Schleife wieder von vorn. Das Scheitern gehört in "Deathloop" also fest dazu und der Spieler muss jedes Mal von vorne beginnen. Allerdings lernt er so mit der Zeit auch die Gewohnheiten seiner Ziele kennen. Am Ende muss es ihm durch dieses Wissen gelingen, alle Ziele in einem perfekten Durchlauf auszuschalten. Ob das ungewöhnliche Konzept auf Dauer fesseln kann, erfahren wir am 14. September. Dann erscheint "Deathloop" zunächst zeitexklusiv für die PS5 und den PC.

In "WarioWare: Get It Together!" müssen sich die Spieler in kuriosen Herausforderungen beweisen.

In "WarioWare: Get It Together!" müssen sich die Spieler in kuriosen Herausforderungen beweisen.

Was lange währt, wird (hoffentlich) endlich gut: Nach mehreren verschobenen Release-Terminen ist es nun tatsächlich so weit und "Kena: Bridge of Spirits" erscheint. Im Zentrum des Actions-Adventures steht das Mädchen Kena, das eine besondere Beziehung zu Naturgeistern hat. Spielerisch erinnert "Kena" auf den ersten Bildern stark an "The Legend of Zelda": Die Spieler erkunden ein wunderschönes Fantasy-Reich, bekämpfen abwechslungsreiche Monster und lösen Rätsel. Unterstützt werden sie dabei von kleinen Geisterwesen, die Kena auch direkt befehligen kann - ein Hauch von "Pikmin" ist also auch dabei. Vor allem grafisch macht "Kena" einen exzellenten Eindruck, wirkt an manchen Stellen gar wie ein Animationsfilm aus dem Hause Disney. Erscheinen wird "Kena: Bridge of Spirits" am 21. September für den PC, die PS4 und die PS5.

Für viele Hack & Slay-Fans ist die Diablo Reihe immer noch das Maß aller Dinge. Der Klassiker Diablo II erscheint nun am 23. September - über 20 Jahre nach dem ursprünglichen Release - als grafisch aufpoliertes Remaster. Am Spielprinzip wird nicht gerüttelt, allerdings an einigen wenigen Schrauben gedreht. So lässt sich der in Würde gealterte Klassiker etwas einfacher spielen. Für alle, die die Serie nicht kennen: Der mächtige Dämon Diablo bedroht die Welt und der Spieler schlüpft in die Rolle eines Helden, um ihn aufzuhalten. Zur Wahl stehen dabei ikonische Rollenspiel-Klassen wie etwa ein Barbar, eine Zauberin oder ein Paladin. Jede spielt sich etwas anders und hat unterschiedliche Stärken und Schwächen. Um im Level aufzusteigen und mächtig genug für die Konfrontation mit Diablo zu werden, müssen die Spieler Erfahrung und bessere Ausrüstung sammeln. Reichlich von beidem erhalten sie durch Kämpfe mit zahllosen Monstern. Technisch ist "Diablo II: Resurrected" logischerweise nicht mehr auf Höhe der Zeit, das süchtig machende Spielprinzip funktioniert aber heute noch genau so gut wie vor 20 Jahren. Erscheinen wird "Diablo II: Resurrected" für den PC und alle gängigen Konsolen.