Gaming-Tipps im Juni "Resident Evil", "Biomutant" und weitere Highlights

Alles neu macht der Mai? Zumindest für die Gaming-Branche stimmt das in diesem Jahr, denn der Mai ist der erste richtig starke Videospiele-Monat 2021. Horror-Fans warten bereits sehnsüchtig auf „Resident Evil Village“, wer es weniger gruselig mag, geht mit „Subnautica: Below Zero“ auf Tauchstation oder schlüpft in „Biomutant“ in die Haut beziehungsweise das Fell eines Katze-Waschbären-Mutanten. Unsere Videospiel-Tipps für den kommenden Monat.

Es ist noch nicht allzu lange her, da schien die „Resident Evil“-Reihe selbst wie ein Zombie, der seine besten Zeiten schon hinter sich hat. 2017 riss Publisher Capcom das Ruder mit „Resident Evil 7: Biohazard“ schließlich radikal herum. Neuer Protagonist, neues Setting und statt Action-Dauerfeuer stand wieder Survival-Horror im Vordergrund. Seitdem ist das wohl bekannteste Horror-Franchise der Videospielgeschichte wieder auf Erfolgskurs. Die zeitgemäßen Remasters von Teil 2 und 3 ließen langjährige Fans in Nostalgie schwelgen und machten gleichzeitig auch jüngere Spieler mit der Kult-Reihe vertraut. Eine richtige Fortsetzung blieb Capcom bis jetzt allerdings schuldig. Das ändert sich nun: Mit „Resident Evil Village“ erscheint im Mai das achte Hauptspiel im „Resi“-Universum.

So viel ist bisher bekannt: Protagonist wird erneut Ethan Winters aus Teil 7 sein. Die Handlung ist mehrere Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers angesiedelt. Ethan verschlägt es dabei in ein mysteriöses Dorf in Rumänien, wo er nicht nur auf Serien-Veteran und Elite-Soldat Chris Redfield trifft, sondern auch unangenehme Bekanntschaft mit Werwölfen, Vampiren und einer knapp drei Meter großen Frau namens Lady Dimitrescu macht. Das klingt erst einmal überraschend – immerhin war die Reihe bisher eher für Zombies, Killerviren und Biowaffen bekannt. Andererseits ging Capcom auch bei „Biohazard“ neue Wege und stellte am Ende doch eine plausible Verbindung zur Hauptreihe her. Wird es bei „Village“ ebenso sein? Das Dorf-Setting weckt jedenfalls schon jetzt starke Erinnerungen an „Resident Evil 4“ – den Lieblings-Teil vieler Fans. Ob die Mischung aus Nostalgie und Neuerung aufgeht, erfahren wir am 7. Mai, wenn „Resident Evil Village“ für den PC, die PS4, die PS5, die Xbox One und die Xbox Series X/S erscheint.

Aus Filmen und Fernsehserien ist der Mythos von Robin Hood längst nicht mehr wegzudenken. Schauspieler wie Sean Connery, Kevin Costner und Russel Crowe verkörperten den englischen Volkshelden bereits. Im Gaming-Bereich sind Robin und seine „Merry Men“ aus dem Sherwood Forest bislang dagegen kaum nennenswert in Erscheinung getreten. Das könnte sich nun ändern: Am 10. Mai erscheint mit „Hood: Outlaws & Legends“ ein von dem Mythos inspiriertes Action-Spiel. „Hood“ ist ein reines Multiplayer-Game, in dem die Spieler als mittelalterliche Diebesbanden gegeneinander antreten. Gespielt wird in Viererteams. Ziel ist es, Schätze aus streng bewachten Festungen zu stehlen und sich dabei nicht von den Wachen oder der Konkurrenz erwischen zu lassen. Jede Banditenklasse hat dabei eigene Fähigkeiten und Talente. Ranger sind etwa besonders gut mit dem Bogen, Brawler teilen im Nahkampf kräftig aus und Hunter meucheln Feinde am liebsten hinterrücks. Auf den ersten Bildern erinnert „Hood“ durch das mittelalterliche Setting und die Schleich-Elemente stark an „Assassin’s Creed“ – nicht das schlechteste Vorbild. Ob das Konzept auf Dauer trägt, muss sich allerdings noch zeigen. Erscheinen wird „Hood: Outlaws & Legends“ für den PC, die PS4, die PS5, die Xbox One und die Xbox Series X/S.

Das Unterwasser-Survivalspiel „Subnautica“ hat sich seit 2014 eine treue Fangemeinde aufgebaut. Bereits 2019 erschien mit „Subnautica: Below Zero“ eine ebenso gelungene Fortsetzung – bislang allerdings nur als Early Access für den PC. Am 14. Mai kommen nun endlich auch Konsolenbesitzer in den Genuss des Spiels. Das Grundprinzip bleibt dabei unverändert: Der Spieler steuert einen Astronauten, dessen Schiff auf einem Wasserplaneten abstürzt. Um zu überleben, muss er Ressourcen sammeln und daraus lebensnotwendige Ausrüstung (wie etwa Taucheranzüge oder Sauerstoffflaschen) herzustellen. Gleichzeitig muss er sich auch gegen die Kreaturen des Ozeans zur Wehr setzen, die von kleinen Fischen bis hin zu riesigen Leviathanen reichen. „Subnautica: Below Zero“ erweitert die Welt dabei um eine neue Hauptfigur inklusive eigener Geschichte, neue Level und natürlich jeder Menge neuer Lebewesen. Erscheinen wird das Spiel für die PS4, die PS5, die Xbox One, die Xbox Series X/S und die Nintendo Switch, für den PC ist es bereits erhältlich. Als „Stand-Alone“-Fortsetzung wird das ursprüngliche „Subnautica“ zum Spielen nicht unbedingt benötigt. Zu empfehlen ist es aber natürlich trotzdem – verpasst man sonst doch eines der faszinierendsten Survival-Games der vergangenen Jahre.

Ebenfalls am 14. Mai erscheint mit der Legendary Edition von „Mass Effect“ eine hochgelobte Rollenspiel-Reihe im neuen Gewand. Die Geschichte von „Mass Effect“ ist im Jahr 2183 angesiedelt, die Menschheit hat hier längst den Weltraum erobert und Kontakt zu zahlreichen außerirdischen Völkern aufgenommen. Der Spieler schlüpft in die Rolle des Raumschiffkapitäns Shepard, der ein altes Alien-Artefakt bergen soll und dabei von einer drohenden Invasion durch eine unbekannte Rasse erfährt. Um die Bedrohung zu bekämpfen, muss er mehr über seine Feinde herausfinden und baut dabei nach und nach seine eigene Schiffsbesatzung auf. Das Besondere an „Mass Effect“: Der Spieler kann den Verlauf der Geschichte an vielen Stellen durch seine eigenen Entscheidungen beeinflussen. Je nachdem, ob er wie ein selbstloser Held oder ein opportunistischer Halunke handelt, reagiert sein Umfeld anders auf ihn. Das geht sogar soweit, dass Entscheidungen aus dem ersten Teil sich auch noch auf die beiden Fortsetzungen auswirken können. Wer ein Faible für komplexe Rollenspiele hat und „Mass Effect“ noch nicht kennt, sollte hier definitiv zuschlagen. Mehr Rollenspiel für weniger Geld dürfte nur schwer zu bekommen sein. Erscheinen wird die grafisch verbesserte „Legendary Edition“ der drei ursprünglichen „Mass Effect“-Spiele für den PC, die PS4, die PS5, die Xbox One und die Xbox Series X/S.

Die einen haben es in der Schule geliebt, die anderen gehasst: Beim Völkerball waren die Grenzen zwischen Sport und Krieg manchmal fließend. In „Knockout City“ werden sie gleich ganz ausgehoben. Auf dem Papier ist das Spiel ein Multiplayer-Shooter, nur dass hier eben nicht geschossen, sondern geworfen wird. In der namensgebenden Stadt sind alle ganz versessen auf Völkerball und stets bereit, andere Spieler abzuwerfen. Die Spielregeln sind dabei ebenso einfach wie in der Realität: Besser nicht getroffen werden. „Knockout City“ erinnert mit seinem kunterbunten Grafik-Stil und dem Fokus auf schnelle Multiplayer-Partien an Klassiker wie „Fortnite“ oder „Dauntless“. Und genau wie in den großen Vorbildern soll es auch hier laufend neue Seasons mit neuen Inhalten geben. Spannend bleibt, ob das doch recht simple Spielprinzip dadurch auf Dauer tragen kann. Erscheinen wird „Knockout City“ am 21. Mai für den PC, die PS4, die PS5, die Xbox One, die Xbox Series X/S und die Nintendo Switch.

Action-Rollenspiele gibt es viele. Action-Rollenspiele mit offener Welt auch. „Biomutant“ dürfte trotzdem ziemlich einzigartig sein. Denn die Hauptrolle spielt hier ein mutierter Katzen-Waschbär (oder doch eine Waschbären-Katze?) mit Schwert, Pistolen und telekinetischen Kräften. Und rollenspieltypisch ist der niedliche Mutant irgendwie die letzte Hoffnung einer Welt, die kurz vor dem Untergang steht. Wobei: Ganz so niedlich ist der Protagonist vielleicht gar nicht. Denn „Biomutant“ gibt dem Spieler viel Freiraum und oft genug auch die Möglichkeit, selbst den Bösewicht raushängen zu lassen. Wie heldenhaft der Held wirklich ist, bleibt also dem eigenen Gewissen überlassen. Das und das ungewöhnliche Setting machen aus "Biomutant" eines der interessanteren Rollenspiele der jüngsten Zeit. Erscheinen wird das Spiel am 25. Mai für den PC, die PS4 und die Xbox One.

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