Kurioses Video aus Straubing Kommt ein Einbrecher geflogen

Diese Bilder zeichnete die Überwachungskamera des Straubinger Verbrauchermarktes in der Nacht zum Samstag, 18. November, auf. Das Video ist kurz danach auf YouTube gelandet und sorgt seither für reichlich Schadenfreude. Foto: Screenshot YouTube

Die Schwerkraft hat so ihre Tücken. Das musste jetzt auch ein Einbrecher in Straubing erfahren. Er hatte sich nach Ladenschluss auf dem Dachboden eines Verbrauchermarktes verschanzt. Doch plötzlich gab der Boden unter seinen Füßen nach. Das Resultat ist jetzt auch auf Video zu sehen.

Der Plan des bislang unbekannten Täters war zunächst denkbar einfach. Er versteckte sich in der Nacht auf Samstag, 18. November, auf dem Dachboden eines Straubinger Verbrauchermarktes. Nach Ladenschluss wollte er dann in aller Ruhe auf Beutezug gehen. Doch weder das mit der Ruhe, noch das mit dem Gehen klappte so, wie ursprünglich geplant. Der Einbrecher hatte die Rechnung ohne die Schwerkraft gemacht. Um 5.17 Uhr rummste es. Der Boden unter seinen Füßen gab nach und schon ging's meterweit nach unten auf den knallharten Boden. Wie auf dem Video der Überwachungskamera zu sehen ist, hat der Einbrecher den tiefen Fall nicht unbeschadet überstanden. Immer wieder sackt er zusammen, hält sich seinen Kopf und sein Bein, versucht wieder aufzustehen und landet wieder auf dem Hosenboden. Bilder, die unfreiwillig komisch wirken. Die Schadenfreude im Internet ist angesichts dieser Bilder natürlich groß. "Karma", schreibt ein Nutzer auf YouTube, "Einbruch im wahrsten Sinn", ein anderer. 

Polizei und Staatsanwaltschaft Straubing waren am Montag gleichermaßen überrascht von dem Video. Doch wie landete dieses kuriose Video überhaupt auf YouTube? Daniel Gleich, Geschäftsleiter des betroffenen Verbrauchermarktes, bringt Licht ins Dunkel: "Wir haben das Bildmaterial der Überwachungskamera auf YouTube gestellt, weil wir uns dadurch erste Hinweise auf den Täter erhofft haben." Den Schaden, den der Slapstick-Einbrecher verursacht hat, schätzt Daniel Gleich dennoch relativ hoch ein: "Türen sind kaputt, der Dachboden auch, Kassen wurden aufgebrochen, Vitrinen eingeschlagen, Silberschmuck gestohlen. Alles in allem dürften Sach- und Beuteschaden insgesamt rund 20.000 Euro betragen."

Der Einbruch könnte den Geschäftsleiter allerdings doppelt teuer zu stehen kommen, wie sich seit Dienstag abzeichnet. Wegen der Veröffentlichung des Videos ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft.

Lesen Sie hierzu: YouTube-Video könnte zum Bumerang werden

Mittlerweile hat der Betreiber des Marktes das Video wieder offline genommen. Mehr dazu lesen Sie hier

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