Straubing YouTube-Video könnte zum Bumerang werden

Diese Bilder zeichnete die Überwachungskamera des Straubinger Verbrauchermarktes in der Nacht zum Samstag, 18. November, auf. Das Video ist kurz danach auf YouTube gelandet und sorgt seither für reichlich Schadenfreude. Foto: Screenshot YouTube

Die Veröffentlichung des Einbruch-Videos auf YouTube könnte für den Besitzer des Verbrauchermarktes rechtliche Folgen haben. Der Grund: Auch Einbrecher haben Persönlichkeitsrechte. 

Wie berichtet, war ein bislang unbekannter Täter in der Nacht auf den 18. November in den Markt eingebrochen - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der Mann, der sich zunächst im Dachboden versteckt hatte, brach plötzlich durch die Decke und landete im Anschluss direkt vor einer Überwachungskamera. Diese filmte den unsanften Fall und wie der Unbekannte anschließend davon humpelte. Bilder, die unfreiwillig komisch wirken. Zum Lachen war dem Besitzer des Verbrauchermarktes trotzdem nicht zu Mute: Der angerichtete Sach- und Beuteschaden dürfte sich auf insgesamt etwa 20.000 Euro belaufen. Weil er sich Hinweise auf den Täter erhoffte, veröffentlichte der Marktbesitzer das Überwachungsvideo im Anschluss auf YouTube. Genau das könnte für ihn nun jedoch ein rechtliches Nachspiel haben. 

Lesen Sie hier den ursprünglichen Artikel: Kommt ein Einbrecher geflogen

Denn: Die Staatsanwaltschaft Straubing prüft nun eine Klage gegen den Marktbetreiber. Das bestätigte der zuständige Oberstaatsanwalt Klaus-Dieter Fiedler auf Anfrage. Der Grund: Eine Verletzung des Rechts am eigenen Bild. Durch die Veröffentlichung des Videos sind möglicherweise die Persönlichkeitsrechte des Täters missachtet worden. 

Mittlerweile hat der Betreiber des Marktes das Video wieder offline genommen. Mehr dazu lesen Sie hier

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