Nach dem Pokalspiel gegen Unterhaching

Neutraublings Keeper Albrecht: "Das war einmalig"


Simon Albrecht (rechts) und der TSV Wacker 50 Neutraubling haben sich im Pokalspiel gegen den Drittligisten SpVgg Unterhaching gut verkauft.

Simon Albrecht (rechts) und der TSV Wacker 50 Neutraubling haben sich im Pokalspiel gegen den Drittligisten SpVgg Unterhaching gut verkauft.

Simon Albrecht (23) hat im Pokalspiel mit Neutraubling gegen Unterhaching einen Elfmeter von Stephan Hain pariert. Im Interview spricht er darüber.

Es war ein ganz besonderes Spiel für Simon Albrecht am Mittwochabend. Das Eigengewächs des TSV Wacker 50 Neutraubling durfte im Totopokal-Spiel gegen den Drittligisten SpVgg Unterhaching im Tor stehen - und machte seine Sache richtig gut. Vier Gegentore gegen den vier Klassen höher spielenden Gegner können sich sehen lassen. Und als Highlight hielt der 23-Jährige in der 67. Minute einen Elfmeter von Haching-Stürmer Stephan Hain. "Es ist natürlich schön für so einen jungen Torhüter, wenn er vor so einer Kulisse gegen einen Drittligisten einen Elfmeter halten darf. Davon wird er wahrscheinlich sein ganzes Leben lang träumen", sagte Neutraublings Trainer Darius Farahmand nach der Partie. Im Interview spricht Albrecht, der bis auf einen kurzen Abstecher nach Burgweinting nur für Neutraubling gespielt hat, über das Spiel und den Elfmeter.

Herr Albrecht, welches Gefühl war es, mit Ihrem Jugendverein gegen den Drittligisten Unterhaching zu spielen?
Simon Albrecht: Das war natürlich super, gerade vor so vielen Leuten, die uns angefeuert haben. Das war einmalig für mich. Das Spiel ist auch gut gelaufen für uns und ich bin zufrieden.

Haben Sie sich das im Vorfeld so vorgestellt, dass Sie so gut mithalten können?
Albrecht: Auf jeden Fall. Wir wissen, was wir können und dass wir Qualitäten haben. Wir wollten uns nicht hinten reinstellen und nur verteidigen, denn das ist überhaupt nicht unser Spiel. Das haben wir auch gezeigt. Vorne waren wir ein- oder zweimal gefährlich und haben super gespielt.

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Am Ende wurden es vier Gegentore. Sind Sie damit zufrieden?
Albrecht: Für einen Torwart ist es vielleicht dennoch ein oder zwei Tore zu hoch. Aber ich glaube, es war auch verdient. Wir waren am Ende mit den Kräften am Ende und so ist es ganz okay.

Sie haben noch den einen oder anderen Gegentreffer mehr verhindern können…
Albrecht: Ich bin ganz zufrieden mit meiner Leistung. Mit dem Elfmeter ins Spiel zu starten, war ein bisschen blöd. Aber dass ich am Ende noch einen Elfmeter halten konnte, macht alles wieder wett.

Den gehaltenen Elfmeter gegen Stephan Hain werden Sie vermutlich nie mehr vergessen, oder?
Albrecht: Ja, vor so vielen Leuten auf jeden Fall. Meine Quote bei Elfmetern ist ohnehin ganz gut. Den ersten konnte ich leider noch nicht halten. Dass ich den zweiten halten konnte, war dann umso besser.

Unvergesslicher Moment: Simon Albrecht pariert den Strafstoß von Stephan Hain. (Foto: Fabian Roßmann)

Unvergesslicher Moment: Simon Albrecht pariert den Strafstoß von Stephan Hain. (Foto: Fabian Roßmann)

Sie stehen in den Pokalspielen im Neutraublinger Tor, Tobias Amann in der Liga. Wie sehen Sie diese Situation?
Albrecht: Ich bin als zweiter Torwart eingeplant und darf eben im Pokal fangen. Wobei wir ohnehin auf einer Höhe sind und uns gut ausgleichen. Wenn einer im Urlaub oder verletzt ist, dann ist der andere immer da.

Auch in der Liga ist der Start mit 13 Punkten aus sechs Spielen gelungen. Was ist drin in dieser Saison?
Albrecht: Meiner Meinung nach ist alles möglich. Wir sind dieses Jahr eine super Truppe, haben gute Qualitäten. Wenn wir das durchhalten und nicht einbrechen, dann können wir oben dabei sein.