Für Zivilcourage belohnt

Straubinger Polizei schnappte Schockanruferin dank Ehepaar


Das Feldkirchener Ehepaar spielte den "Lockvogel". Dank ihnen konnte die Polizei die Schockanruferin festnehmen.

Das Feldkirchener Ehepaar spielte den "Lockvogel". Dank ihnen konnte die Polizei die Schockanruferin festnehmen.

Von Redaktion idowa

Am 18. April erhielt ein 59-Jähriger aus Feldkirchen einen sogenannten Schockanruf, in dem vorgetäuscht wurde, dass sein Sohn einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hat und zur Abwendung der Haft eine Kaution zu zahlen sei. Die Kaution könne durch Schmuck oder Bargeld bezahlt werden. Die Ehefrau hörte das Telefonat zwischen dem Betrüger und ihrem Ehemann mit und verständigte die Polizei.

Nachdem das Ehepaar als "Lockvogel" fungierte und den Betrügern glaubhaft eine Bezahlung der Kaution vortäuschte, konnte am selben Tag durch Kräfte der Polizeiinspektion Straubing mit Unterstützung der Zentralen Einsatzdienste Straubing eine 40-jährige polnische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Polen bei der vermeintlichen Geldübergabe an der Wohnanschrift des Ehepaars festgenommen werden. Nach einer Vorführung bei der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Regensburg wurde die 40-Jährige in eine Justizvollzuganstalt überstellt.

Das Ehepaar leistete laut Polizei mit ihrer tatkräftigen Unterstützung einen erheblichen Anteil zur Festnahme der Betrügerin. Ohne den Mut und der geleitesten Zivilcourage der beiden wäre eine Festnahme sichtlich erschwert gewesen. Um sich bei dem Ehepaar für deren Einsatz gebührend zu bedanken, wurde den beiden für die gelebte Zivilcourage vom Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Straubing, Polizeidirektor Josef Eckl, ein Anerkennungsschreiben des Polizeipräsidenten Manfred Jahn überreicht, der seinen Dank für das vorbildliche Handeln aussprach.

Neben dem Anerkennungsschreiben überreichten die Beamten dem Ehepaar zudem eine Geldzuwendung in Form eines Schecks. Am Ende des Besuches führte Dienststellenleiter Eckl das Ehepaar noch durch die Räumlichkeiten der Polizeiinspektion und zeigte diesen unter anderem die Haftzellen und berichtete aus dem Polizeialltag.