Straubing
Demo vor dem Amtsgericht bei Minusgraden
28. Februar 2018, 7:16 Uhr aktualisiert am 6. April 2023, 11:47 Uhr
Insgesamt sechs Tierschutzaktivisten der Gruppierung "Mastanlagen Widerstand" müssen sich am Mittwoch vor dem Amtsgericht Straubing verantworten.
Gemeinsam mit etwa 20 weiteren Aktivisten hatten sie im Frühjahr 2016 auf der damaligen Großbaustelle der Wiesenhof-Fabrik bei Bogen Transparente auf Kränen befestigt, sich festgekettet und so die Arbeiten behindert. Jetzt wird ihnen der Prozess gemacht.
Lesen Sie hierzu: Protestaktion gegen Wiederaufbau der Wiesenhof-Schlachtfabrik
Die Kolbstraße in Straubing am Mittwoch um 7 Uhr morgens. Gegenüber dem Amtsgericht haben sich bereits drei Polizeiautos in Stellung gebracht. Ansonsten wirkt alles wie immer. Die Ruhe vor dem Sturm? Nein, es blieb friedlich. Weitere 16 Demonstranten zeigten sich solidarisch und standen ab 9 Uhr bei einer Kundgebung Seite an Seite mit den Angeklagten. Bei knackigen - 9 Grad kein Zuckerschlecken. Gegen 10 Uhr begann der Prozess. Wie die einzelnen Verfahren verliefen, lesen Sie hier: Tierschutzaktivisten-Prozesse: Aus dem Gerichtssaal
Laut einem Polizeisprecher vor Ort, verlief die Kundgebung diesmal "sehr ruhig und ohne besondere Vorkommnisse". Die Tierschutzaktivisten verteilten Handzettel mit der Aufschrift "Das Schlachten beenden! - Gegen Wiesenhof und seine Welt der industriellen Tierhaltung". Außerdem riefen die Aktivisten auf den Flyern zur "Solidarität mit den von Repression betroffenen Aktivist/innen" auf.
Durch diese Kundgebung erhofften sich die Aktivisten vor allem auch ein reges Interesse an den drei Verhandlungen vor Gericht. Das hielt sich jedoch in überschaubaren Grenzen. Die Einlasskontrollen des Amtsgerichts zogen sich wegen der umfangreichen Kontrollen aber dennoch in die Länge. So mussten beispielsweise sämtliche Mobiltelefone am Einlass abgegeben werden.