Hofweinzier/Bogen Protestaktion gegen Wiederaufbau der Wiesenhof-Schlachtfabrik

Mehrere Aktivisten protestieren seit Montagmorgen gegen den Wiederaufbau der Wiesenhof-Schlachtfabrik, die 2015 abbrannte. Foto: Susanne Raith
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Mehrere Aktivisten protestieren seit Montagmorgen gegen den Wiederaufbau der Wiesenhof-Schlachtfabrik, die 2015 abbrannte. (Foto: Susanne Raith)

Mehrere Aktivisten protestierten am Montag auf brachiale Weise gegen den Wiederaufbau der Wiesenhof-Schlachtfabrik, die im Februar 2015 abbrannte und im Frühjahr wieder in Betrieb gehen soll. Erst gegen 19 Uhr räumten sie schließlich das Feld.

Laut dem Bündnis Mastanlagen Widerstand besetzten gegen 6.30 Uhr etwa 20 ihrer "Tierbefreiungsaktivisten" das Baugelände der Fabrik in Hofweinzier, um mit ihrer Aktion die Bauarbeiten aufzuhalten. Vier der Teilnehmer kletterten auf zwei 30 Meter hohe Kräne und hinderten diese am Arbeiten. An den Auslegern brachten sie Transparente mit der Aufschrift "Bis jede Schlachtfabrik stillsteht: Protest, Sabotage, Widerstand!" an. Trotz mehrmaliger Aufforderungen der Polizei weigerten sie sich, wieder herunterzuklettern. Drei weitere Aktivisten ketteten sich außerdem fest. Andere wiederum stürmten in einen Bürocontainer, hefteten ihre Protestschreiben in die Aktenordner und störten mit Trillerpfeifen Geschäftstelefonate. Weitere Teilnehmer verteilten vor dem Gelände Flugblätter und Transparente.

Die Polizei war während der Aktion mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Beamten versuchten zunächst, die Tierschützer durch gutes Zureden zur Aufgabe zu überreden, stießen jedoch auf taube Ohren. Der Auftakt für einen stundenlangen Nervenkrieg. Gegen 14 Uhr ließen sich schließlich sechs Tierschützer, die einen der Bürocontainer besetzt hatten, widerstandslos festnehmen. Drei von ihnen hatten sich dort zusammengekettet - sie mussten von der Polizei aus der selbst verursachten misslichen Lage befreit werden. Anschließend wurden ihre Personalien sichergestellt. Sie erwartet nun eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.

Die Aktivisten, die auf die Kräne geklettert waren, hielten die Beamten sogar noch länger hin. Immer wieder fuhren die Polizisten mit einer Drehleiter der Feuerwehr nach oben, um sie zum Aufgeben zu bewegen - jedes Mal vergeblich. Um jegliche Gefährdungen, sowohl für sie als auch für die Retter auszuschließen, wurden die Demonstranten auf dem Kran belassen. Erst gegen 19 Uhr kletterten die vier Aktivisten herunter - und wurden prompt von den Einsatzkräften festgenommen. Sie erwartet nun ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch und Nötigung. Verletzt wurde bei dem Einsatz zum Glück auf beiden Seiten niemand.

Die Aktivisten selbst erklärten ihre Aktion später folgendermaßen: “Die Schlachtfabrik verdichtet Elend, Gewalt und Leid in einer Weise, die diesen Ort zu einem Unort macht. Und damit zu einem Ort, der in der aufgeklärten Gesellschaft ihrem Selbstbild nach keinen Platz haben dürfte, weil er jeglichen Vorstellungen von Gerechtigkeit, Respekt und Mitgefühl zuwider läuft”, so Martha Müller von Mastanlagen Widerstand. Demnach könnten in der Schlachtfabrik bis zu 300.000 Hühner getötet werden. “Anstatt eine Tötungsfabrik wieder zu errichten, hätte ein Produktionsbetrieb aufgebaut werden können, der solidarisch organisiert ist. Ein Landwirtschaftsbetrieb, der keine Tiere benutzt und tötet, keine Menschen ausbeutet, der die natürlichen Lebensgrundlagen achtet und kein Privateigentum ist”, ergänzte Andreas Seefeld, ein Sprecher des Bündnisses.

  1. Autor

    idowa, sra, pb
  2. Datum

    22.02.2016 07:02 Uhr
  1. 26
  2. 15

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Kommentare

Da waren wiedermal GUTMENSCHEN unterwegs und wollen uns zeigen wie man richtig lebt. Ich bin dankbar, daß solche Heiligen bei uns nichts zu sagen haben, sonst müßten wir unter ihrer Knechtschaft leben.

Ich esse nur noch fleischfressende Tiere, dann brauch ich kein schlechtes Gewissen haben.

Ich finde die Aktion gut.
Ich lebe seit 20 Jahren fleischlos und bin glücklich damit.
Achtet die Tiere und euren eigenen Körper und kauft diesen billigen Dreck nicht.
Weniger Fleischkonsum täte allen gut !

Auch von Mecklenburg aus ein großes Danke an die Tierschützer.Als Tierschützer wird man ja soeieso von allen Seiten Bespuckt. Macht so weiter, die Tiere Danken es euch

Ich würde mal sagen bessere Werbung zur wieder Eröffnung hätte man nicht machen können und vor alledem billig für den Wiesenhof betrieb danke liebe Aktivisten gut gemacht

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