Vilsbiburg Rote Raben empfangen Stuttgarter Überflieger

Können die Roten Raben gegen Stuttgart überraschen? Foto: Andreas Geißer

Zum Auftakt ins neue Jahr empfangen die Roten Raben Vilsbiburg am Mittwochabend Top-Team Stuttgart.

Mit zwei Heimspielen gegen attraktive Gegner starten die Roten Raben ins neue Jahr. Bevor am Samstag der SC Potsdam in der Ballsporthalle gastiert, gibt am Mittwoch um 19 Uhr mit Allianz MTV Stuttgart das derzeit überragende deutsche Volleyball-Team seine Visitenkarte in Vilsbiburg ab. Acht Spiele, acht Siege, 23 von 24 möglichen Punkten geholt – so lautet die eindrucksvolle Bilanz der Schwäbinnen, die obendrein den Sprung ins DVV-Pokalfinale geschafft haben, also auf nationaler Ebene noch unbesiegt sind.

Im Vilsbiburger Lager ist die personelle Situation nach wie vor angespannt. Von den zuletzt verletzten Spielerinnen kehrt Maria Dancheva in den Kader zurück, während sich Myrthe Schoot und Daria Przybylak weiter im Aufbautraining befinden. Der Einsatz von Channon Thompson ist fraglich, sie kommt nach ihrem Einsatz für die Auswahl von Trinidad und Tobago in Puerto Rico erst am Spieltag wieder in Niederbayern an.

Definitiv fehlen werden Ilka Van de Vyver und Laura Künzler, die sich im Rahmen der EM-Qualifikation bei den Nationalteams von Belgien beziehungsweise der Schweiz aufhalten. Letzteres gilt auch für Raben-Cheftrainer Timo Lippuner, der als Nationalcoach der Eidgenössinnen am Mittwoch im letzten Match gegen Österreich noch einen Punkt braucht, damit sich die Schweizer Damen erstmals in ihrer Geschichte auf sportlichem Weg für die EM qualifizieren.

Mit dem Co-Trainer an der Linie

An Lippuners Stelle wird Co-Trainer Konstantin Bitter die Roten Raben gegen Stuttgart coachen. Sein Ausblick: „Stuttgart ist klarer Favorit. Aber wir spielen daheim, und jeder, der hierher kommt und Punkte mitnehmen will, soll sich darauf gefasst machen, dass er sich diese verdienen muss. Wir werden alles, was wir haben, zu nutzen versuchen, damit Stuttgart ein paar Federn lässt. Was das am Ende bedeutet, werden wir sehen.“

Spektakulärste Spielerin bei den Gästen ist Krystal Rivers. Die US-amerikanische Diagonalangreiferin, im Sommer von Beziers an den Neckar gewechselt, verfügt über eine solche Angriffspower, dass zuletzt weder Dresden noch Schwerin ein taktisches Gegenmittel fanden; Rivers häufte in den beiden Top-Spielen insgesamt 36 Punkte an, ihr Team gewann gegen den DSC glatt mit 3:0 und auswärts beim Meister 3:1. Einen herausragenden Ruf genießt auch der Stuttgarter Mittelblock mit Molly McCage und Paige Tapp. „Beide“, schwärmt Konstantin Bitter, „gehören mit Abstand zu den Besten der Liga, wenn nicht sogar in Europa.“ Mit Zuspielerin Pia Kästner und Allrounderin Jana-Franziska Poll stehen auch zwei deutsche Leistungsträgerinnen im Allianz-Team.

Für die Raben wird es darauf ankommen, in der Gesamtentwicklung einen weiteren Schritt vorwärts zu machen. Zuletzt gegen Münster gab es ungeachtet der Niederlage eine Reihe positiver Ansätze. So war etwa die Angriffseffizienz deutlich besser als im bisherigen Saisonverlauf. Eine ähnliche bzw. noch höhere Qualität wird gegen Stuttgart mit seiner bekannt starken Block- und Defensivarbeit gefragt sein: „Wir müssen“, weiß Konstantin Bitter, „im Angriff variantenreich auftreten und immer mutig bleiben.“

 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos