Straubing Gäubodenvolksfest: Die Polizeieinsätze am Eröffnungsabend

Gäubodenvolksfest Polizei Foto: Armin Weigel/dpa

Jede Menge Arbeit für die Polizei gleich am Eröffnungsabend des Gäubodenvolksfestes 2019. Dabei wurde einmal mehr nahezu das ganze Repertoire an Volksfest-Straftaten abgedeckt. Von Beleidigungen über verbotene Gegenstände bis hin zu jeder Menge Schlägereien war alles dabei.

Polizeibeamten beleidigt

Ein 26-jähriger Deutsch-Amerikaner, der erheblich unter Alkoholeinfluss stand, hat am Freitagabend einen Polizeibeamten beleidigt. Der junge Mann betitelte den Beamten mit mehreren Kraftausdrücken. Unter anderem mit „Arschloch“ usw. Auf Grund der erheblichen Alkoholisierung musste der junge Mann die Nacht auf der Polizeiwache Straubing verbringen. Den Mann erwartet nun eine Anzeige wegen Beleidigung.

Körperverletzungen

Zwei 18-jährige Straubinger gerieten auf dem Festplatz in Streit. Im Zuge des Streites schlug der Täter dem Geschädigten mit dem Kopf auf die Nase, so dass sich dieser in ärztliche Behandlung begeben musste. Beide Männer standen zum Zeitpunkt des Streites unter Alkoholeinfluss. Den Schläger erwartet nun ein Verfahren wegen Körperverletzung.

In der Rosengasse gerieten gegen 4.30 Uhr ein 27-Jähriger und ein 33-Jähriger aneinander. Die beiden betrunkenen Männer wurden bei der Rauferei leicht verletzt. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung.

Am Freitagabend wurde ein 69-Jähriger gegen 19.20 Uhr am Kinseherberg von einer „Finne“ eines Stand-UP-Paddels am Kopf getroffen. Der Geschädigte wurde leicht verletzt mit dem Verdacht einer Gehirnerschütterung in das Krankenhaus Straubing eingeliefert. Da nicht klar ist, woher die „Finne“ geworfen wurde bittet die Polizeiinspektion Straubing die nun wegen Körperverletzung ermittelt unter der Telefonnummer 09421/868-0 um Zeugenhinweise.

Die schwerwiegendste Schlägerei ereignete sich allerdings kurz nach Mitternacht in der Gartenstraße, nur einen Steinwurf vom Festplatz entfernt. Lesen Sie hierzu: Blanke Gewalt am Rande des Gäubodenvolksfestes

Gegen 23.40 Uhr kam es Freitagnacht am Busbahnhof Am Hagen zu einer Auseinandersetzung. Bereits beim Betreten des Busses pöbelte ein zunächst Unbekannter zwei Fahrgäste an. Nach einer kurzen Zeit ohne weiteren Kontakt kam der Unbekannte plötzlich auf den 29-Jährigen zu und schlug ihm unvermittelt mit einer Bierflasche mehrmals gegen den Kopf, so dass dieser eine Platzwunde hatte. Ein 27-Jähriger, der dazwischen ging, wurde ebenfalls leicht verletzt. Nach einem kurzen Gerangel gingen die Parteien auseinander. Die beiden Geschädigten stiegen aus und gingen zum Sanitätsdienst am Busbahnhof. Die Polizei konnte den Unbekannten am Busbahnhof nicht mehr entdecken. Er meldete sich allerdings am Samstagmorgen bei der Polizeiinspektion Bogen.

An der Grünanlage beim Festplatz gerieten ein 41-Jähriger und ein 65-Jähriger aneinander. Im Verlauf des Handgemenges verloren beide Männer ihre Brillen und der 41-Jährige wurde leicht verletzt. Der Schaden beträgt etwa 400 Euro.

Dass Gegenstände wie Messer und Pfefferspray auf dem Festplatz nichts zu suchen haben, wurde im Vorfeld medial ausführlich berichtet. Lesen Sie hierzu: Sicherheit auf dem Festplatz - Das sollten Sie wissen

Messer und Pfefferspray mitgeführt

Ein 25-Jähriger aus Deggendorf und ein 19-Jähriger aus Viechtach kamen gegen 22.30 Uhr streitend aus dem Festzelt. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wollten den Streit schlichten und erteilten sofort ein Zutrittsverbot für das Festzelt. Da die Männer noch aggressiver wurden und einer ein Messer aus der Tasche ziehen wollte, wurden die Streithähne von einer Streife der Polizei festgenommen und zur Volksfestwache gebracht. Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten dann bei einem der Männer ein verbotenes Messer und ein Pfefferspray. Einen Alkoholtest lehnten die beiden Herren ab. Gegen den 19-Jährigen wird nun wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetz ermittelt. Die Polizeiinspektion Straubing weist nochmal daraufhin, dass auf dem Festgelände keine Messer und keine Sprühdosen mitgeführt werden dürfen.

Alkoholfahrten

Eine 27-jährige Autofahrerin wurde in der Nacht auf Samstag gegen 2.40 Uhr im Rahmen einer Verkehrskontrolle in der Chamer Straße angehalten. Ein Alkoholtest ergab, dass die Fahrerin alkoholisiert war. Die Weiterfahrt wurde unterbunden, der Autoschlüssel beschlagnahmt und ein gerichtsverwertbarer Test durchgeführt.

Am Samstag fuhr ein 26-Jähriger um 0.35 Uhr in deutlichen Schlangenlinien mit seinem Fahrrad in der Heerstraße. Ein Alkoholtest ergab, dass der junge Mann erheblich alkoholisiert war. Im Klinikum wurde eine Blutentnahme durchgeführt.

Um kurz nach Mitternacht wurde am Samstag ein 55-jähriger Autofahrer in der Geiselhöringer Straße zu einer Verkehrskontrolle angehalten. Der Fahrer war alkoholisiert. Eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige nach dem Straßenverkehrsgesetz wurde erstellt.

Der kurioseste Fall zum Auftakt

Die erste Straftat im Rahmen des Gäubodenvolksfestes wurde allerdings schon begangen, noch bevor selbiges überhaupt begonnen hatte. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag haben sich bislang unbekannte Täter auf dem Gelände der Ostbayernschau bedient und dort eine Gewerbemaschine und einen Trockner im Gesamtwert von mehreren tausend Euro gestohlen.

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