Regensburg Erhöhter Konkurrenzkampf: SSV Jahn startet ins neue Jahr

Duell um die Plätze! Der Konkurrenzkampf, wie zwischen Marc Lais (hinten links) und Adrian Fein im Training ist groß. Foto: Fabian Roßmann

Am Montag hat der SSV Jahn Regensburg das Training wieder aufgenommen. Ein vollständiger Kader erhöht dabei den Konkurrenzkampf beim Zweitligisten.

Ganz vom Fußball konnte Achim Beierlorzer in den vergangenen beiden Wochen dann doch nicht lassen. Das Top-Duell der Premier League zwischen Manchester City und dem FC Liverpool beispielsweise hat er sich detailliert angeschaut. „Das sind zwei Mannschaften, die auch sehr aggressiv und nach vorne verteidigen wollen“, sagt der Trainer des SSV Jahn Regensburg. Genauso also, wie es seine Mannschaft in der 2. Bundesliga macht. „Es ist schon spannend, wie solche Mannschaften gegeneinander agieren.“ Beierlorzer nutzte die zwei Wochen seit dem letzten Punktspiel beim FC Ingolstadt aber auch, um im Kreise seiner Familie abzuschalten und den Akku wieder aufzuladen für die restliche Spielzeit.

Am Montag bat der 51-jährige Franke seine Spieler zur ersten Einheit des neuen Jahres. Die Eindrücke waren dabei sehr positiv. „Der Erfolg vor der Pause in Ingolstadt hat uns super gutgetan, das hat jeder mit in die Pause genommen. Man hat schon gemerkt, dass die Jungs einerseits gelöst, auf der anderen Seite aber auch sehr motiviert sind“, so Beierlorzer.

Jann George hat "Ja" gesagt

Die Spieler haben die Pause gut genutzt. Mittelfeldspieler Jann George gab am 28. Dezember beispielsweise seiner Amelie in Weidenberg in der fränkischen Heimat das Ja-Wort. „Das war mit all den Planungen viel Stress und wenig Entspannung“, berichtete er mit einem Schmunzeln. Dennoch hat er auch einmal eine ruhige Minute gefunden, um auf die vielen Highlights im vergangenen Jahr zurückzublicken.

Einen Trip in die USA hat Sebastian Stolze mit seiner Frau gemacht. Neben viel Sightseeing in New York durften aber auch ein NBA-Spiel im Madison Square Garden sowie ein NHL-Match im Barclays Center nicht fehlen. „Es waren schöne zehn Tage, verbunden mit der nötigen Entspannung“, erklärte der Flügelspieler.

Seit Montag liegt der Fokus der Jahnkicker nun aber wieder voll auf dem Fußball und der Vorbereitung auf die Restrückrunde. Über zwei Stunden dauerte die erste Einheit, die zunächst in der Halle gestartet und dann auf dem Platz fortgesetzt worden ist. In den ersten Tagen sind die Einheiten bewusst länger, um auch die Ausdauer in den Vordergrund zu rücken, danach liegt der Fokus wieder auf kurzen, aber intensiven Belastungen, wie Beierlorzer erklärt.

Alle Spieler sind fit

Der Jahn-Coach durfte sich freuen, dass zum Trainingsauftakt alle Spieler zur Verfügung standen. Einzig Sven Kopp verabschiedete sich nach viereinhalb Jahren in Richtung Bayreuth, wo er in der Regionalliga wieder mehr Spielpraxis sammeln möchte. Darüber hinaus sind derzeit keine Transferaktivitäten geplant.

Das bedeutet auch, dass der Kader mit 25 Feldspielern sehr groß ist. „Das Schöne daran ist, dass jeder dieser 25 Spieler das Potenzial hat, in der 2. Bundesliga zu spielen“, so Beierlorzers Einschätzung. Heißt: Erhöhter Konkurrenzkampf für die Jahn-Kicker. „Es ist ein großer Pluspunkt, dass alle fit sind“, findet Sebastian Stolze. „Dadurch steigt der Konkurrenzkampf, jeder will sich aufdrängen und wird dadurch besser.“

Beierlorzer erwartet "höchste Leistungsbereitschaft"

Das sieht auch der Cheftrainer so: „Bei 25 Feldspielern muss sich jeder einzelne schon präsentieren, um in den Testspielen spielen zu können.“ Beierlorzer fordert von seinem Team deshalb „höchste Leistungsbereitschaft und höchste Professionalität, auch in der Nach- und Vorbereitung der Trainingseinheiten. Das brauchen wir, um unser Ziel zu erreichen.“

Das Ziel ist nach wie vor der Klassenerhalt. „Wir sind qualitativ und quantitativ so gut aufgestellt, dass wir unser Ziel, die 40 Punkte so schnell wie möglich zu sammeln, erreichen können“, findet Stolze. Und Jann George meint: „Wir müssen einfach unseren Stiefel weiterspielen. Wir haben eine gute Art und Weise zu spielen und werfen in jedes Spiel unser Herzblut.“ Achim Beierlorzer blickt der restlichen Saison „total positiv“ entgegen. „Wir wissen aber auch, dass wir in jedem einzelnen Spiel wieder alles investieren müssen. Nur so können wir konkurrenzfähig bleiben.“

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