Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat jüngst "Selbstherrlichkeit und Standesdünkel" des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst des Rettungsdienstbereichs Landshut angeprangert und die Rolle von Notfallsanitätern gestärkt. Unter Ärztlichen Leitern in ganz Bayern hat der VGH-Beschluss für Unruhe gesorgt.

Der VGH entschied aufgrund einer Beschwerde eines Landshuter Notfallsanitäters. Dieser war (zusammen mit einem Kollegen) von seinem Ärztlichen Leiter diszipliniert worden, nachdem man einen dehydrierten Patienten am Landshuter Hauptbahnhof mit Infusionen versorgt hatte. Notarzt-Sache, meinte der Ärztliche Leiter, der zudem eine fehlende Dokumentation bemängelte. Sanitäter-Alltag, meinte der VGH - und kassierte damit auch eine anderslautende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Regensburg.