Metten Familientragödie an der Donau

, aktualisiert am 01.07.2019 - 07:00 Uhr
Tragische Szenen spielten sich am Sonntagabend auf und neben der Donau bei Metten im Landkreis Deggendorf ab. Dort wird seitdem ein 46-jähriger Familienvater vermisst. (Symbolbild) Foto: Patrick Seeger, dpa, Archivfoto

Familientragödie am Sonntagabend an der Donau bei Metten (Kreis Deggendorf). Ein Mann versuchte dort eines seiner Kinder vor dem Ertrinken zu retten, dabei wurde er selbst von der Strömung mitgerissen. Seither gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihm. 

Die Familie aus Syrien war gemeinsam mit einem Bekannten den ganzen Nachmittag über beim Baden am linken Donauufer bei Schalterbach zwischen Metten und Deggendorf. Gegen 18.30 Uhr hatten die vier Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren plötzlich Probleme, sich über Wasser zu halten und drohten, von der Strömung mitgerissen zu werden. Der 46-jährige Vater und ein Bekannter der Familie handelten sofort und sprangen ins Wasser, um die vier Kinder zu retten. Das gelang auch. Allerdings wurde der Vater unmittelbar nachdem er seinen 18-jährigen Sohn gerettet hatte, selbst unter Wasser gedrückt und von der Strömung mitgerissen. Er trieb in Richtung Deggendorf ab. Seither gab es kein Lebenszeichen mehr von dem Mann. "Er konnte bislang nicht gefunden werden und dürfte höchstwahrscheinlich ertrunken sein", berichtete ein Polizeisprecher gegen Mitternacht, nachdem Polizei und Rettungskräfte stundenlang zu Wasser und zu Luft nach dem Vermissten gesucht hatten. 

Dennoch denkt man gar nicht daran, aufzugeben. Die Suche nach dem 46-Jährigen wird am heutigen Montag unter der Leitung der Wasserschutzpolizei Deggendorf fortgesetzt. 

Die 36-jährige Ehefrau des Mannes und ihre viere Kinder erlitten nach dem Unfall einen schweren Schock und mussten im Klinikum Deggendorf ambulant behandelt werden. 

Update (1. Juli):

Mittlerweile herrscht leider traurige Gewissheit: Der 46-Jährige hat die Rettungsaktion nicht überlebt. Er wurde am Montagnachmittag tot aus der Donau bei Vilshofen geborgen. Mehr dazu lesen Sie hier. 

 

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