Auch nach mittlerweile vier Verhandlungstagen zeigt sich im Prozess um eine mutmaßliche Vergiftung mit dem Blutverdünner Marcumar eine diffuse Sachlage. Am Freitag äußerte sich nun das persönliche Umfeld des 47-jährigen Angeklagten. Ihm wirft Staatsanwalt Bernhard Voit versuchten Mord an seiner Ehefrau vor.

"Wer sollte es denn sonst gewesen sein", fragte Anfang der Woche die Schwiegermutter des Angeklagten im Zeugenstand vor dem Landgericht. Ihre Tochter wurde Ende Juli 2020 auf der Intensivstation des Uniklinikums Regensburg eingewiesen, nachdem sie "aus allen Löchern" geblutet habe.

Bei der 35-jährigen Krankenpflegerin stellten die Ärzte schließlich eine Vergiftung mit dem Blutgerinnungsmittel Marcumar fest. Die hatte in den Tagen zuvor zu zahlreichen Hämatomen geführt, die teilweise aufgeplatzt waren und bluteten.

Nach Verhandlungstag 4 stellt sich die Frage: War es das Opfer selbst?