Fünf Jahre Streit gehen an keiner Beziehung spurlos vorüber. Da machen die EU und das Vereinigte Königreich keine Ausnahme. Wenn nun am 1. Mai endlich der Handelsvertrag zwischen Brüssel und London in Kraft treten kann, hinterlassen die Kombattanten einen erheblichen Flurschaden. Das Vertrauen zwischen den Regierungen jenseits und diesseits des Kanals ist zutiefst erschüttert. Daran dürfte der zu einer gewissen Hemmungslosigkeit bei der Wortwahl neigende britische Premier Boris Johnson zweifellos zu einem hohen Maße Mitschuld haben.