"Koa Trumm vom Paradies?" Doku über ausgefallenes Gäubodenvolksfest geht online

Die fünf Straubinger Peter Schlegel, Daniel Moosburger, Matthias Eichinger, Adrian Frömel und Kathrin Resch haben zusammen eine Dokumentation über das abgesagte Gäubodenvolksfest gedreht. Foto: Susanne Pritscher

Ein Jahr ohne Gäubodenvolksfest? Für viele Straubinger wohl immer noch kaum zu glauben. Die Dokumentation "Koa Trumm vom Paradies?" wirft in Zeiten der Corona-Krise einen Blick hinter die Kulissen und fragt Schausteller, Musiker und Gastronomen, wie sehr sie die Absage des Traditionfests getroffen hat. 

Ganz ohne Gäubodenvolksfest geht es auch 2020 nicht - finden zumindest Model Kathrin Resch und die vier Jungs von der Videoagentur tap Media: Adrian Frömel, Daniel Moosburger, Matthias Eichinger und Peter Schlegel. Als "Hommage an Straubing, das Gäubodenvolksfest und die bayerische Kultur" haben sie die Dokumentation "Koa Trumm vom Paradies?" gedreht, die am Freitag um 15 Uhr auf ihrer Internetseite online geht.

Im Interview mit idowa und dem Straubinger Tagblatt verraten die fünf, was sie vermissen und ob der ein oder andere schon das Festbier kühl gestellt hat. 

Was war die erste Reaktion, als Sie hörten, dass das Gäubodenvolkfest in diesem Jahr ausfällt?

Kathrin Resch: Das gibt‘s gar nicht oder kann das wirklich so schlimm sein, dass es sich bis dahin nicht alles wieder einspielt? Dass komplett alle Veranstaltungen für das nächste halbe Jahr ausfallen, dass das komplett leer gemäht wird, das ist krass.

Adrian Frömel: Also ich sehe es etwas differenzierter, weil wir wegen Corona Absagen von Veranstaltungen und dem Einbruch des Unternehmertums an sich erlebt haben. Die Absage war also ein logischer Schritt. Natürlich war es trotzdem emotional fast ein Schlag ins Gesicht. Das hat einem noch einmal klarer gemacht, wie drastisch die Situation eigentlich ist.

Was werden Sie vom Gäubodenvolksfest am meisten vermissen?

Kathrin Resch: Was mir abgehen wird, ist das Gefühl in Straubing. Allein, dass ich jetzt Am Hagen vorbeigefahren bin und da kein Riesenrad steht, da fehlt das Kribbeln, das bestimmte Gefühl, mit wem treffe ich mich wo. Was mir am Volksfest so gefällt, dass alle so gut drauf sind und dass man gemütlich beieinandersitzt und anstößt – das geht mir dieses Jahr schon ab.

Peter Schlegel: Am meisten werde ich tatsächlich vermissen, mit Kollegen und Freunden dort Zeit verbringen zu können. Aber auch das ganze Drumherum und die Familienzusammenkünfte. Mein Bruder lebt zum Beispiel nicht mehr in Straubing und kommt dann immer zum Volksfest heim. 

Sie haben eine Dokumentation über das ausgefallene Gäubodenvolksfest gemacht. Was war die Intention dahinter?

Adrian Frömel: Die Intention war, dass wir uns Gedanken dazu gemacht haben, wie es den Leuten geht, die eigentlich davon [Anm. d. Redaktion: vom Gäubodenvolksfest] profitieren oder daran beteiligt sind. Und wir wollten die Fragen, die wir uns stellen, auch allen anderen beantworten. Das haben wir zu unserer Herzensangelegenheit gemacht. Wir verdienen damit kein Geld, wir machen das, um etwas zurückzugeben.

Hand aufs Herz: Das Gäubodenvolksfest fällt zwar aus, aber haben Sie nicht trotzdem schon Festbier daheim im Kühlschrank kalt gestellt und ein wenig gefeiert?

Matthias Eichinger: Gefeiert haben wir noch nicht, aber am Premierenabend haben wir das auf jeden Fall vor.

Daniel Moosburger: Aber wir sind gut mit Bier ausgestattet, das war ein guter Seiteneffekt der Doku (lacht).

Kathrin Resch: Also ich habe schon die letzten Tage überlegt, mich mit der Familie zusammenzusetzen. Alle könnten sich Tracht anziehen und wir machen ein "Schweiners" oder so. Dann ein Bier aufzwicken und zuallererst unsere Dokumentation anschauen. So etwas würden wir uns auch von den Leuten wünschen, wenn sie die Doku ansehen. 

Wenn am Freitag die Doku startet, wo werden Sie sie sich ansehen?

Matthias Eichinger: Richtige Pläne haben wir noch nicht, aber wir werden es auf jeden Fall miteinander schauen. Da werden wir dann auch das Festbier anzapfen und uns einen schönen Abend machen.

Kathrin Resch: Ich komm' dann mit dem Radl (lacht).

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