Interview Nur die CSU vertritt "konservative Positionen"

Der Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter sieht keine Gefährdung der CSU durch die AfD. Foto: Andreas Gebert/dpa

Der Wahlkampf dümpelt vor sich hin. Viel Spannung kommt nicht auf. Warum das so ist, erklärt der Passauer Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter im Interview mit dem Straubinger Tagblatt.

Der frühere Direktor der Akademie für politische Bildung in Tutzing will indes der AfD keine "Überlebensgarantie" geben. Reiner Protest und Nationalismus reichen seiner Ansicht nach nicht aus.

Herr Professor Oberreuter, allerorten wird geklagt, der Bundestagswahlkampf wäre langweilig. Sehen Sie das auch so?

Oberreuter: Diese Klage war schon in den letzten drei Bundestagswahlkämpfen zu hören. In einem politischen und gesellschaftlichen System, in dem die Verwerfungen nicht so tief und der Konsens relativ hoch sind, muss man sich ja nicht unbedingt auf angestrengte Suche nach Alternativen begeben. Hinter dem Vorwurf steckt auch eine gewisse Heuchelei. Wann immer Parteien in eine Auseinandersetzung eintreten oder wenn innerhalb von Parteien um Lösungen gerungen wird, sagt alle Welt, die streiten ja bloß.

Sind wir Deutschen besonders konsensorientiert?

Oberreuter: Die Deutschen sind sicher besonders konsensorientiert, weil die politische Auseinandersetzung schon historisch nicht wertvoll erschienen ist. Ich erinnere an Johann Wolfgang von Goethe und Thomas Mann, die auch in den politischen Stil eingegriffen haben. Sie kamen durchaus mit der Humanität in der Politik klar, nicht aber mit den Verfahrensweisen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 19. September 2017.

 

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