Hilfe für Ukraine Erster Hilfstransport aus Osterhofen startet am Donnerstag

Neben Schmerzmitteln und haltbaren Lebensmitteln werden auch Schlafsäcke dringend benötigt. Osterhofen bereitet gerade den ersten Hilfstransport für die Menschen in der Ukraine vor. Foto: Ole Spata/dpa

Die Welle der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist auch in Osterhofen groß. Schnell, gezielt und vor allem unbürokratisch will auch die Stadt Osterhofen unterstützen.

Gerade koordinieren Erika Szknuc, die in Vilshofen die Hilfen organisiert, und Mirela Wiesner in Zusammenarbeit mit Bürgermeisterin Liane Sedlmeier die Vorbereitungen für den ersten Hilfstransport, der bereits am Donnerstag, 3. März, von Osterhofen aus in die Ukraine startet.

"In Anbetracht der Kriegsereignisse in der Ukraine sind wir alle fassungslos. Ich bin sehr dankbar, dass die Bevölkerung so zahlreich Hilfe anbietet. Deshalb haben wir ein Netzwerk aufgebaut und nutzen auch bestehende Strukturen und Organisationen, um sicherstellen zu können, dass die Hilfe auch dort ankommt, wo sie dringend benötigt werden", betont Bürgermeisterin Liane Sedlmeier. Derzeit wird gerade eine Sammelstelle am Rettungszentrum eingerichtet.

Liste der Artikel, die dringend benötigt werden

Erika Szknuc gibt an, was derzeit für die Menschen in der Ukraine ganz dringend benötigt wird: haltbares Brot, Kekse, Konserven, Tee, Instantkaffee, Schokolade, Energieriegel, Trockenfrüchte, Milchpulver, Kaba, Nüsse, Notstromaggregate, Hygieneartikel, Schlafsäcke, Verlängerungskabel, Mehrfachsteckdosen, Tanks und vor allem Schmerzmittel sowie Bandagen. Bürger, die gerne einen Beitrag für den Osterhofener Hilfstransport leisten möchten, können die Sachspenden am Mittwoch, 2. März, von 15 bis 18 Uhr und am Donnerstag, 3. März, von 14 bis 16 Uhr im Rettungszentrum Osterhofen, in der Alfred-Sell-Straße, abgeben.

Ein weiteres Glied im Hilfsnetzwerk ist Pfarrer Simon aus Winzer. In Zusammenarbeit mit dem Geistlichen dürfen Arzneimittel und haltbare Lebensmittel direkt im Pfarrheim Winzer, Jahnstraße 7, abgegeben werden. Für die nächsten Wochen sind auch dort bereits Transporte in das Kriegsgebiet geplant.

Geldspenden werden von der Stadt Osterhofen nicht entgegengenommen. Hier wird auf die bestehenden international tätigen Hilfsorganisationen und ebenfalls auf Pfarrer Simon verwiesen. Dieser nimmt in Absprache mit der Diözese Passau Geldspenden entgegen. Dafür ist eine Bankverbindung eingerichtet: IBAN: DE29 7416 1608 0000 0414 16, Stichwort "Ukraine".

Wohnraum für Kriegsflüchtlinge gesucht

Es ist davon auszugehen, dass vorrangig Wohnraum benötigt wird. Wer geeigneten Wohnraum zur Verfügung stellen oder anderweitige Hilfe anbieten kann, wird gebeten dies per E-Mail mitzuteilen an: Ukraine-Hilfe@lra-deg.bayern.de oder Ukraine-Hilfe@osterhofen.de. Die Stadt Osterhofen sowie auch das Landratsamt Deggendorf tragen alle Informationen über bekannte Hilfsangebote zusammen und stellen diese dann auf der Homepage des Landkreises Deggendorf (www.landkreis-deggendorf.de) ein.

Zentrale Rufnummer für Fragen

Ab sofort ist im Landratsamt Deggendorf eine zentrale Rufnummer unter 0991/3100-400 für weitere Fragen freigeschaltet.

 
 
 

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