Freischreiben Alexandra Kraus verrät Omas Brotrezept

So sieht das fertige Brot nach Omas Rezept aus. Foto: Alexandra Kraus

Es sind die kleinen Dinge, die man erst zu wertschätzen lernt, wenn man sie nicht mehr hat. Ich denke, vor allem jetzt kann mir hier jeder zustimmen. Mir wurde das allerdings erst klar, als ich für mehrere Monate im Ausland war. Denn in dieser Zeit hat mir eins besonders gefehlt: gutes Brot. Nachdem ich es als Brotjunkie in Spanien schmerzlich vermisst habe (Baguettes sind ja lecker, aber auf Dauer braucht man einfach mal wieder etwas Gescheites), habe ich für meinen Neuseelandaufenthalt vorgesorgt und mir verschiedene Brotrezepte von meiner fleißig backenden Oma abgeschrieben. Eines davon zeige ich dir jetzt.

Das brauchst du: Für einen Laib Brot benötigst du 500 Gramm Weizen- oder Dinkelvollkornmehl (auch fröhliches Mischen von verschiedenen Mehlsorten schmeckt!), einen Würfel frische Hefe, eine Prise Zucker, zwei Teelöffel Salz, 50 Gramm Haferflocken, 50 Gramm Sesam, 50 Gramm Sonnenblumenkerne, zwei Esslöffel Obstessig und einen halben Liter lauwarmes Wasser.

So geht's: Zuerst löst du die Hefe unter Rühren in dem lauwarmen Wasser auf und gibst dann den Obstessig hinzu. In einer weiteren Schüssel verrührst du die restlichen trockenen Zutaten. Ist das erledigt, verknetest du alle Zutaten rund zehn Minuten lang zu einem Teig. Der ist fertig, sobald er sich beim Kneten vom Schüsselboden löst. Danach lässt du ihn einen Tag lang an einem warmen Ort gehen, bevor du ihn in eine gefettete Kastenform füllst und den Teig längs etwa einen Zentimeter tief einschneidest. Die gefüllte Form schiebst du in den kalten Backofen und backst das Brot für etwa eine Stunde bei 200 Grad. Danach nimmst du es aus dem Ofen und lässt es abkühlen.

Tipp: Damit du weißt, ob das Brot durchgebacken ist, kannst du einfach die Klopfprobe durchführen. Nimm das Brot dazu mit einem Handschuh aus seiner Form, drehe es um und klopfe an die Unterseite, wie wenn du an eine Tür klopfst. Ertönt ein hohles Geräusch, ist das Brot fertig. Wenn nicht, braucht es noch ein paar Minuten länger.

Sollte die Außenseite allerdings schon recht dunkel sein, dann decke die Kastenform am besten mit Alufolie ab. So backt das Brot innen weiter, ohne außen zu verbrennen. Ist dein Brot fertig gebacken und abgekühlt, musst du es nur noch in Scheiben schneiden und genießen. Guten Appetit!

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