Formel 1 Weltverband schreitet bei hoppelnden Autos ein

Konnte sich in Baku nur mühsam aus dem Auto quälen: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton. Foto: Sergei Grits/AP/dpa

In der Debatte um hoppelnde Formel-1-Autos sieht sich der Motorsport-Weltverband Fia zum Handeln gezwungen.

Laut einer Mitteilung wird "im Interesse der Sicherheit" von den Rennställen verlangt, "dieses Phänomen zu reduzieren oder zu beseitigen". Diese Entscheidung fiel "nach Rücksprache mit den Ärzten". Die Teams sollen dafür nun "die notwendigen Anpassungen" vornehmen. Neben kurzfristigen technischen Maßnahmen an den Autos wird die Fia zudem ein Treffen mit den Teams einberufen, um weitere Schritte zu definieren, die dafür sorgen, dass die Probleme dauerhaft nicht mehr auftreten können.

"In einer Sportart, in der die Teilnehmer routinemäßig mit Geschwindigkeiten von über 300 km/h fahren, wird davon ausgegangen, dass die gesamte Konzentration eines Fahrers auf diese Aufgabe gerichtet sein muss", hieß es in der Mitteilung. Übermäßige Ermüdung oder Schmerzen eines Fahrers könnten erhebliche Folgen haben. Darüber hinaus habe die Fia "​​Bedenken hinsichtlich der unmittelbaren körperlichen Auswirkungen auf die Gesundheit der Fahrer", von denen einige zuletzt von Rückenschmerzen berichtet hatten.

Vor allem litt der siebenmalige Weltmeister Lewis Hamilton. TV-Bilder zeigten den 37-Jährigen kurz nach Rennende am vergangenen Sonntag in Baku, wie er sich anscheinend nur mit größter Mühe aus seinem Auto quälte. Er habe wegen der Kopf- und Rückenschmerzen "auf die Zähne gebissen" und es dank des Adrenalins bis ins Ziel geschafft.

Auch eine Reihe anderer Piloten berichteten von ähnlichen Erfahrungen. Das technische Problem entsteht durch die zu dieser Saison stark veränderten Fahrzeuge. Bei hoher Geschwindigkeit werden die Autos auf den Geraden so auf den Boden gepresst, bis diese kurz den Asphalt berühren und so wieder hoch gedrückt werden. Die Fahrer werden dabei immer wieder heftig durchgerüttelt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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