Nach außen hin wirkt der Regensburger FDP-Bundestagsabgeordnete Ulrich Lechte, 43, ausgeglichen und ruhig. In ihm kann es aber brodeln, wenn er sich über langsame politische Prozesse oder "Gesinnungspolitiker" ärgert. Im Interview erklärt er, warum er wieder in den Bundestag einziehen will.

Herr Lechte, wie blicken Sie auf Ihre ersten vier Jahre im Bundestag zurück?

Ulrich Lechte: Als ehemaliger Wahlkreis-Büroleiter von Horst Meierhofer hatte ich schon einiges an Hintergrundwissen. Doch als Bundestagsabgeordneter eröffnet sich noch mal eine ganz andere Perspektive. Die Taktzahl in Berlin ist sehr hoch. Ich bin als "Neuer" gleich in den Auswärtigen Ausschuss gekommen. Zuständig für drei Kontinente bedurfte es einer zügigen, vertieften Einarbeitung. Als regionaler Abgeordneter ist man vor Ort natürlich für alle Themen wie etwa Rente oder Corona-Regeln zuständig. Weiß man mal nicht weiter, gibt es dafür Experten mit den Kollegen in der Fraktion.

Mit welchen Zielen wollen Sie erneut in den Bundestag einziehen?