Seit seinem 18. Lebensjahr ist Rudolf Schöberl politisch aktiv. Ursprünglich der familiären Prägung wegen bei der SPD hat ihn diese Richtung irgendwann nicht mehr vollends überzeugt. Einem Abstecher zu den Grünen folgte die Mitgliedschaft bei der Linken. Für diese Partei tritt der 66-Jährige nun bei der Bundestagswahl an.

Sein Haus in einer ruhigen Wohnstraße in Frontenhausen ist leicht auszumachen: Am Gartenzaun hängen bereits drei Wahlplakate. Im Flur stehen weitere Transparente aufgereiht. Rudolf Schöberl wird sie demnächst aufhängen. Dass er als Direktkandidat ins Rennen geht, war nicht von langer Hand geplant. "Wenn sich niemand Junges findet, der es gerne machen möchte, dann stehe ich bereit", hat er gesagt - und seine Partei ist auf ihn zurückgekommen.