Bayern BKG fordert deutlich mehr Geld für Pflege

Eine Pflegefachkraft legt in der ambulanten Pflege einen Kompressionsverband an. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild/dpa

München (dpa/lby) - Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) macht sich für eine deutlich bessere Bezahlung für Pflegekräfte stark. Bei den Pflege-Gehältern sei "ein ordentlicher Sprung" nötig, sagte der Geschäftsführer des Dachverbandes der Krankenhäuser in Bayern, Roland Engehausen, am Freitag bei der BKG-Mitgliederversammlung in München. Gehaltsverbesserungen in der Pflege seien in den vergangenen Jahren "nur scheibchenweise" erfolgt, erklärte Engehausen. Viele bayerische Kliniken könnten ihre Kapazitäten nicht voll ausschöpfen, weil Pflegepersonal fehle. Hier müsse der Staat gegensteuern, indem er zusätzliches Steuergeld bereitstelle.

Beim ärztlichen Personal gebe es in den Kliniken keine Engpässe, die den Betrieb einschränken, erklärte Engehausen. Das Problem konzentriere sich auf die Pflege. Deswegen müsse gezielt dorthin zusätzliches Geld gelenkt werden. Der Personalmangel in der Pflege sorge inzwischen auch für beträchtliche Folgekosten, stellte der BKG-Geschäftsführer fest. Der Aufwand, etwa um Patienten mit Flugzeugen zu verlegen, sei beträchtlich - und er sei eigentlich vermeidbar, betonte Engehausen.

Die Hacker-Attacke auf Mail-Server der Krankenhausgesellschaft, die am vergangenen Montag bekannt geworden war, sei unter Kontrolle, sagte der BKG-Geschäftsführer. Der Verband sei derzeit dabei, ein komplett neues E-Mail-System aufzusetzen.

Durch einen Cyberangriff waren über Mailadressen von BKG-Mitarbeitern sogenannte Phishing-Mails verschickt worden, mit denen sich Cyberkriminelle Zugriff auf weitere Computer verschaffen wollten. Es sei aber nichts von Schäden bei einzelnen Kliniken bekannt, die mit ihrem Dachverband in Mail-Austausch stehen, erklärte Engehausen.

© dpa-infocom, dpa:211203-99-245639/2

 

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