Bayern Ärztin soll nicht erbrachte Behandlungen abgerechnet haben

Eine Ärztin trägt ein Stethoskop um den Hals. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild/dpa

Nürnberg (dpa/lby) - Eine Nürnberger Ärztin soll in großem Stil Behandlungen abgerechnet haben, die sie gar nicht erbracht hat. Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Kriminalität im Gesundheitswesen (ZKG) habe deswegen Anklage erhoben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg am Montag mit.

Der Medizinerin wird vorgeworfen, in den Jahren 2015 bis 2021 in den Abrechnungen für gesetzlich Versicherte mit der Kassenärztlichen Vereinigung in 22 Quartalen überhöhte Angaben gemacht zu haben. Konkret soll sie Leistungen abgerechnet haben, obwohl sich die Patienten nach der Vorstellung bei der Ärztin gegen eine Behandlung entschieden hatten, die Patienten die Ärztin nach einigen Terminen nicht mehr aufgesucht hatten oder zu anderen Ärzten gewechselt waren. Es geht um einen Betrag von rund 100 000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft strebe an, das Geld im Zuge der Hauptverhandlung am Amtsgericht Nürnberg einziehen zu lassen. Die Ärztin habe im Ermittlungsverfahren die Taten eingeräumt. Aufgefallen war der Schwindel durch eine Plausibilitätsprüfung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB).

© dpa-infocom, dpa:211206-99-275704/2

 
 
 

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