Aktion "Earth Night" Licht aus gegen Lichtverschmutzung

Die Milchstraße in einer sternenklaren Sommernacht über dem bayerischen Wald am Dreisesselberg. Bei der "Earth Night" geht es auch um das Erleben der dunklen Nacht als etwas Schönes. (Symbolbild) Foto: Dominik Kindermann, imago

Am heutigen Abend heißt es ab 22 Uhr wieder: „Licht aus! Für wenigstens eine dunkle Nacht pro Jahr“. Denn dann findet die diesjährige "Earth Night" statt, die von den „Paten der Nacht“, einer bundesweiten ehrenamtlichen Initiative ins Leben gerufen wurde. Die Aktion macht damit auf die negativen Auswirkungen von künstlichem Licht auf Menschen und Tiere aufmerksam.

Zur diesjährigen Earth Night hat beispielsweise die Gemeinde Röthlein in Bayern, die Gemeinde Elchesheim-Illingen in Baden-Württemberg sowie die Kreisstadt Herzberg in Brandenburg die Gesamtabschaltung der Straßenbeleuchtung angekündigt. Und viele große Städte in Deutschland und Österreich haben die Abschaltungen von Anstrahlungen verkündet. Auch Regensburg beteiligt sich an der Aktion. 

Regensburg knipst das Licht aus

An der Aktion nehmen laut Pressemeldung der Stadt Regensburg auch die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH), die Regierung der Oberpfalz und das Stadtwerk teil. So werden am Jahnstadion, der Donau-Arena und dem Westbad ab 22 Uhr die Lichter ausgemacht. Auch verschiedene Wahrzeichen der Stadt, wie der Dom St. Peter, die Steinerne Brücke, der Rathausturm sowie die Neupfarrkirche, werden im Dunkel versinken.

Earth Night vs. Earth Hour

Im Unterschied zur bereits etablierten Earth Hour, bei der das Licht im März für eine Stunde reduziert wird, um die Menschen an die Dringlichkeit des Klimaschutzes zu erinnern, steht bei der Earth Night ganz gezielt das Thema Lichtverschmutzung und damit die exzessive Nutzung von nächtlichem Kunstlicht im Fokus. Und das schadet nicht nur dem Großteil der Lebewesen – allen voran den Insekten, sondern belastet auch den Planeten in Form erheblicher CO2-Emissionen und hohem Ressourcenverbrauch. 

Das Erleben der Nacht

Darüber hinaus geht es bei der Earth Night aber auch um das Erleben der Nacht als etwas Schönes, das mit dem Einzug des elektrischen Lichtes vor rund 150 Jahren kaum noch diese Tiefe erreicht. Tipps, wie sich jeder einzelne an der Earth Night bezüglich der Beleuchtung beteiligen kann, geben die Initiatoren auf der zugehörigen Internetseite. So können Kommunen nicht nur Fassaden- und Objektbeleuchtungen ausschalten, sondern auch die Straßenbeleuchtung reduzieren oder sogar ganz abschalten. Denn es existiere keine generelle Verpflichtung der Kommunen zur Beleuchtung öffentlicher Verkehrsflächen – versichern die Initiatoren. Lediglich bekannte Gefahrenstellen müssten dann mit beispielsweise Baken oder Blinkleuchten kenntlich gemacht werden.

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