2. Liga Darmstadt und Schalke patzen und helfen norddeutschen Clubs

Hannovers Sebastian Kerk (r) und Darmstadts Klaus Gjasula kämpfen um den Ball. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/dpa

Wechsel an der Tabellenspitze, gelungene Trainerdebüts und überraschende Niederlagen: Die Spannung in der 2. Liga ist enorm. Wer hat im Endspurt die besten Nerven?

Düsseldorf - Der Aufstiegskampf in der 2. Fußball-Bundesliga wird immer enger. Der Abstand zwischen Platz eins und Platz vier beträgt gerade einmal ein einziges Pünktchen.

Das 2:2 (1:1) bei Hannover 96 ließ Darmstadt 98 (40 Zähler) von der Tabellenspitze bis auf Rang vier abstürzen. Die Darmstädter, die ohne ihren erneut an Corona erkrankten Trainer Torsten Lieberknecht auskommen mussten, stehen somit erstmals seit acht Spieltagen nicht auf einem der ersten drei Tabellenplätze.

Thioune mit Einstand nach Maß

Den Anschluss verlor der FC Schalke 04. Der Tabellenfünfte unterlag überraschend mit 1:2 (1:0) beim Tabellen-16. Fortuna Düsseldorf, wo Neu-Coach Daniel Thioune einen Einstand nach Maß feierte. Für Düsseldorf ist nach dem ersten Sieg seit fast zwei Monaten die Nichtabstiegsregion wieder greifbar nah. Gegner Schalke mischt zwar mit 37 Punkten noch im Aufstiegskampf mit, muss aber im Endspurt auf die Patzer von mindestens zwei Konkurrenten hoffen. Welches Duo am 15. Mai den Bundesligaaufstieg feiern kann, ist völlig ungewiss.

Den besten Eindruck hinterlässt seit Wochen Werder Bremen (41). Die Mannschaft von Trainer Ole Werner siegt und siegt und siegt, am Freitagabend mit 2:1 beim FC Hansa Rostock zum siebten Mal in Folge. "Das ist schon eine taffe Leistung", befand Torschütze Niclas Füllkrug. Der Lohn: Tabellenplatz zwei - hinter dem FC St. Pauli.

Die Hamburger haben sich am 22. Spieltag wieder der Siegpflicht in der Aufstiegshatz besonnen. Nach zuvor fünf Partien ohne Punktedreier brachte sich der Kiezclub am Samstagabend mit einem 3:2 bei Jahn Regensburg wieder in die Topposition. Der Lokalrivale Hamburger SV (40) ist seit Wochen schon in der Spur und hat sich aus dem Tabellenmittelfeld weit nach oben auf Rang drei gespielt.

HSV mit Zuversicht

Das 2:0 des HSV am Samstag gegen den bis dahin punktgleichen 1. FC Heidenheim war bereits der dritte Erfolg nacheinander und hinterlässt Zuversicht. Im vierten Zweitliga-Jahr soll das Nervenflattern auf der Zielgeraden abgelegt werden und bei aktuell Tabellenplatz drei nicht Ende sein.

Besonders breit wird die HSV-Brust, weil die Erfolge in drei Spitzenduellen nacheinander erzielt wurden: St. Pauli (2:1), bei Darmstadt 98 (5:0) und gegen Heidenheim. Darmstadt und Schalke wurden da nach dem 22. Spieltag abgehängt.

Vorerst aus dem Rennen um die Bundesliga-Rückkehr scheint der 1. FC Nürnberg (33 Punkte), für den es eine Woche nach dem 0:5 gegen den FC Ingolstadt am Samstag ein 1:4 (1:1) beim Karlsruher SC setzte. Die heimschwachen Paderborner (32 Punkte) verspielten bessere Aussichten im Spitzenkampf beim 0:0 gegen Dynamo Dresden. Für Aufsteiger Dresden war es ein wichtiger Punkt im Abstiegskampf.

Dresdens Konkurrenten wie der FC Erzgebirge Aue (2:3 gegen Holstein Kiel) und Rostock (1:2 gegen Bremen) konnten nicht punkten, und auch das Kellerduell zwischen Schlusslicht Ingolstadt und dem SV Sandhausen blieb beim 0:0 ohne Sieger.

© dpa-infocom, dpa:220213-99-109448/3

 
 
 

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