Buch-Tipp
In „Oxford Blood“ geht es um einen Mord an der Elite-Uni
Setting des Buchs ist die berühmte Oxford-Universität in England. Nicht ganz zufällig gewählt, denn Autorin Rachael Davis-Featherstone war dort selbst Studentin. Nach einem Mathematikstudium arbeitete sie im Bankensektor, bevor sie ihren Traum vom Schreiben verwirklichte.
Darum geht’s: Eva will den Wunsch ihrer verstorbenen Mutter erfüllen, der über die Jahre zu ihrem eigenen geworden ist: ein Studium in Oxford, gemeinsam mit Freund George. Die beiden schaffen es in die hart erkämpfte Bewerbungswoche, doch George verhält sich auf einmal seltsam. Liegt das etwa am Stress? An der Konkurrenz mit der Eliteschule Reapington? Und was steht auf der geheimen Nachricht, die George zugesteckt wurde?
Als Eva in der ersten Nacht nicht schlafen kann, geht sie joggen. Im Hof der Uni steht eine Statue ihres Gönners H.C. Glanville. Er hat das Geld für seine Spenden aus seinen Zuckerplantagen gezogen. Die Arbeit dort wurde von versklavten Schwarzen verrichtet. Eva ist selbst Schwarz und spürt wie viele andere einen Hass auf das Abbild. Und genau vor dieser Statue findet Eva nun eine Leiche: Es ist George!
Eva ist in Trauer gefangen. Sie will herausfinden, was passiert ist. Durch Gespräche mit Professoren und korrupten Mitbewerbern begibt sich Eva auf Spurensuche. Und sie findet einiges über die Sünden der Vergangenheit heraus.
Fazit: Die Autorin kombiniert geschickt verschiedene Themen: Identität, Vorurteile, Privilegien, Rivalität, Spannung. Hauptfigur Eva ist mutig, selbstbewusst und will mit dem Kopf durch die Wand, was im Laufe des Thrillers stark ausgereizt wird, besonders gegen Ende.
In der Mitte des Buchs hat man einen ersten Verdacht zum Täter, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Die altehrwürdige Oxford-Universität als Setting ist toll – besonders, da das Buch von jemandem geschrieben wurde, der wirklich dort studiert hat. Band zwei von „Oxford Blood“ erscheint im Januar 2027.










