Buch-Tipp
„Das ist kein Spaziergang“: Martin Zinggl ging von Wien nach Istanbul
Termindruck, Stress und am Ende eine halbseitige Gesichtslähmung: Nach dieser Diagnose nahm sich der Österreicher Martin Zinggl eine Auszeit und kam auf die Idee, den Sultans-Trail zu wandern. Dieser Weg beschreibt die Route, die der osmanische Sultan Süleyman I. auf seinem Weg zur Belagerung Wiens genommen hat. Heute soll er ein Zeichen des Friedens und der Völkerverständigung sein.
Solch hehre Ziele sind Martin Zinggl aber zunächst egal, der freie Journalist will vor allem aus seiner eigenen Krise herauskommen, wie er in seinem Buch „Das ist kein Spaziergang“ beschreibt. Auf dem Weg durch Österreich, den Balkan, Griechenland und die Türkei sind es dann die Menschen, die bleibenden Eindruck hinterlassen. „Ich war den ganzen Tag allein unterwegs und wollte deshalb abends Gesellschaft haben“, erzählt der Autor.
Seine Erlebnisse erzählt Martin Zinggl in einem witzigen und spannenden Schreibstil. Zum Beispiel, wenn der Autor, fast am Ziel seiner Reise, im Niemandsland zwischen Griechenland und der Türkei strandet, weil ein Grenzbeamter sich weigert, ihn weiterziehen zu lassen, oder wenn er feststellt, wie unvorbereitet er eigentlich auf seiner Wanderung ist.
Was in ihm selbst zurückbleibt, ist das Wissen, dass die Menschen entlang des Sultans-Trails viel mehr verbindet, als sie trennt: Lebensentwürfe, Essen, Geschichten und mehr.
„Das ist kein Spaziergang: Auf dem Sultans-Trail zu Fuß von Wien nach Istanbul“ von Martin Zinggl erscheint am 19. Juni 2026 beim Knesebeck-Verlag.










