Buch-Tipp

Autor Kai Meyer schreibt über Bücherdiebe im Graphischen Viertel von Leipzig

In Kai Meyers neuem Roman „Das Antiquariat am alten Friedhof“ spielt die berühmte Bücherstadt mit ihrem Graphischen Viertel die heimliche Hauptrolle.

„Das Antiquariat am alten Friedhof“ von Kai Meyer, erschienen bei Droemer-Knaur. 

„Das Antiquariat am alten Friedhof“ von Kai Meyer, erschienen bei Droemer-Knaur. 

Darum geht´s: Eigentlich wollte Felix nie wieder zurück nach Leipzig, die Stadt seiner Kindheit und Jugend. Bevor er im Jahr 1930 floh, waren er und seine drei besten Freunde der „Club Casaubon“. Getrieben von ihrer Leidenschaft für Literatur und der Lust am Abenteuer, waren die vier Bücherdiebe, die sich auf okkulte Bände spezialisiert hatten. Doch als die mysteriöse Eva zum Club stößt, beginnen die Dinge schiefzugehen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschlägt es Felix erneut nach Leipzig. In den Trümmerlandschaften sucht er einen Mann ohne Gesicht und muss sich den Schatten stellen, die er und seine Freunde damals heraufbeschworen haben.

Das Besondere: Mit „Das Antiquariat am alten Friedhof“ reist Kai Meyer mittlerweile zum vierten Mal ins Graphische Viertel, das Leipzig bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zu einer der einflussreichsten Bücherstädte Europas machte. Das heißt für den Leser nicht nur, dass es wieder zahlreiche spannende Geschichtsinformationen gibt, sondern auch den einen oder anderen Platz und Charakter, den man schon aus den anderen Büchern kennt.

Fazit: Kai Meyer liebt Leipzig und seine Geschichte. Das merkt man auch bei diesem Roman. Liebevoll beschreibt er das Graphische Viertel der 30er-Jahre, nur, um das zerstörte Leipzig im Jahr 1945 als Kontrastpunkt zu präsentieren. Charaktere und Handlung geraten dabei manchmal in den Hintergrund, aber insgesamt bietet das Buch reichlich Spannung und einen interessanten Abschluss. Wahrscheinlich wird es nicht Meyers letzter Ausflug ins Graphische Viertel gewesen sein.

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