Buch-Tipp

In „Pure Grace Academy“ geht es um Liebe und Mord an einer Ballettschule

Tod und Tanz in einer Ballettakademie sorgen für einen spannenden Roman mit viel Romance.

„Pure Grace Academy – The Final Bow“ von Jennifer Bright, erschienen bei Loewe, geeignet ab 14 Jahren.

„Pure Grace Academy – The Final Bow“ von Jennifer Bright, erschienen bei Loewe, geeignet ab 14 Jahren.

Das deutsche Wort „Ballett“ entstammt dem italienischen Begriff „ballare“ (tanzen). Denn in Italien nahm das Ballett seinen Anfang. Im 15. Jahrhundert wurden anlässlich von Festlichkeiten Maskeraden dargeboten. Im 16. Jahrhundert verlagerte es sich nach Frankreich, wo das Ballett entstand, wie wir es heute kennen. Deshalb sind auch die Begriffe im Ballett französisch.

Fun Fact: Erst 1681 war es Frauen erlaubt, öffentlich in Aufführungen zu tanzen. Professionelles Ballett umschließt vieles – Perfektion, hohe körperliche Leistungsfähigkeit, Disziplin, technische Präzision. Eine Kombination aus Kunst und Athletik, die viel Training erfordert. Das Buch „Pure Grace Academy – The Final Bow“ dreht sich um den spannenden Tanzsport.

Darum geht’s: Aurélie, kurz: Elli, und ihr Bruder Devin wachsen an der Pure Grace Academy auf, einer elitären Ballettschule in Frankreich. Ihre Mutter ist die Gründerin und Direktorin und sie erwartet Perfektion von ihren Kindern.

Elli möchte diesem Druck entkommen. Sie verpatzt ein wichtiges Vortanzen und sagt sich von der Akademie los. Ein paar Jahre später kehrt sie zurück, denn ihre Mutter ist verstorben – Selbstmord. Doch das glaubt Elli nicht.

Also fügt sie sich wieder in den Ballettalltag ein, trainiert von morgens bis abends und kann endlich wieder mehr Zeit mit ihrer besten Freundin Luna verbringen. Das alles macht ihr sogar Spaß. Das Tanzen hat sie mehr vermisst, als sie zugeben möchte.

Und dann ist da noch Lucien Delamare, ihr einst bester Freund, der sie von einem auf den anderen Tag geghostet hat. Der sie auch jetzt von sich stößt – um ihr in einem anderen Moment zu helfen. Elli wird aus ihm nicht schlau, sie würde allerdings unbedingt gerne wissen, warum er sie fallengelassen hat. Zu allem Übel – oder gerade deswegen – wird Lucien auch noch ihr Tanzpartner für eine Vorstellung an der Pariser Oper. Zwischen hartem Training, der Recherche zum Tod ihrer Mutter und der enormen Anziehung zu Lucien hadert Elli mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Fazit: Die Liebesgeschichte ist der zentrale Punkt im Buch. Die Suche nach Hinweisen ist spannend, wenngleich der Krimi-Aspekt eher Nebenhandlung ist. Allerdings wirkt die Handlung an vielen Stellen zu sehr „konstruiert“. Als hätte sich die Autorin gedacht: „Diese Szene muss passieren, damit die nächste eintreten kann.“ Das trifft auch auf Elli zu, die schnell Dinge glaubt, ohne Zweifel. Ansonsten ist „Pure Grace Academy“ aber insgesamt ein guter New-Adult-Roman.    

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