KI-Update
Der Papst gegen die KI: Das gibt es Neues von der Technologie

Alessandra Tarantino/AP/dpa, Fotostand/Imago, Gabrieuskal/KanawatTH – stock.adobe.com, Montage: Freistunde
Der Papst hat sich zu KI geäußert – und in Ämtern soll die Technologie die Arbeit erleichtern.
1. Jetzt spricht sogar der Papst über KI
Künstliche Intelligenz hat mittlerweile fast himmlische Dimensionen erreicht. Denn: Papst Leo XIV. hat sich in seiner ersten Enzyklika, so eine Art päpstliches Grundsatzpapier, dazu geäußert und er fordert strenge internationale Regeln für KI. Ihn nerven nämlich ein paar Punkte: dass einige wenige Tech-Milliardäre die ganze Macht haben und bestimmen, wo’s langgeht. Dass KI in Kriegen eingesetzt wird – Maschinen sollen auf keinen Fall alleine über Leben und Tod entscheiden dürfen. Dass KI-Lügen und Fake News verbreitet werden. Und dass es „neue Formen der Sklaverei“ gibt, zum Beispiel in Rechenzentren oder bei der Chip-Herstellung.
Das Oberhaupt der katholischen Kirche sieht aber durchaus auch Chancen: KI kann eine „wertvolle Hilfe“ sein, wenn man sie richtig einsetzt, zum Beispiel in der Forschung oder Medizin.
Und auch auf die Kirche bezogen hat sich Leo XIV. geäußert: Priester sollen gefälligst ihre Predigten nicht von ChatGPT schreiben lassen. Eine echte Predigt bedeute, den Glauben zu teilen, und das könne KI nicht.
2. Immer mehr nutzen KI, die meisten ohne Schulung
Die KI-Nutzung in Deutschland nimmt rasant zu. Laut einer Bitkom-Studie vom April 2026 verwendet bereits mehr als ein Drittel der Befragten KI-Anwendungen mindestens einmal pro Woche, 15 Prozent sogar täglich. In Unternehmen setzen 56 Prozent bereits generative KI-Tools wie ChatGPT, Gemini oder Claude ein.
Allerdings gibt es Defizite bei der Weiterbildung: Nur 27 Prozent der befragten Unternehmen haben ihre Mitarbeiter entsprechend geschult. Zwölf Prozent der beruflichen Nutzer setzen KI heimlich und ohne das Wissen ihres Arbeitgebers ein.
3. Eine KI-Plattform für weniger Papierkram
Die Telekom-Tochter T-Systems und der Softwareriese SAP haben einen Mega-Deal an Land gezogen: Die Unternehmen dürfen für fast 250 Millionen Euro eine KI-Plattform für deutsche Behörden aufbauen. Sie soll den Papierkram in Ämtern deutlich schneller machen. Konkret sollen Dokumente schneller bearbeitet und Genehmigungsverfahren verkürzt werden. Dabei will Deutschland nicht von ausländischen Tech-Giganten abhängig sein, daher die eigene Plattform. Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) sagt dazu: „Mit der KI-Cloud schaffen wir das Rückgrat einer souveränen, digitalen und KI-fähigen Verwaltung in Deutschland.“










