Regensburg

Letztes Heimspiel: Der Jahn hat "Lust aufs Gewinnen"


Steht nach langer Verletzungspause vor seinem ersten Startelf-Einsatz: Jahn-Kapitän Markus Palionis (links).

Steht nach langer Verletzungspause vor seinem ersten Startelf-Einsatz: Jahn-Kapitän Markus Palionis (links).

Zum letzten Heimspiel der regulären Saison erwartet der SSV Jahn Regensburg am Samstag (13.30 Uhr) den Chemnitzer FC und über 12.000 Zuschauer in der Continental Arena.

Noch zwei Spieltage stehen in der 3. Liga an und der SSV Jahn Regensburg befindet sich weiter mittendrin im Aufstiegsrennen. Nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz stehen die Oberpfälzer auf Rang vier und nicht auf dem Relegationsplatz. Trotz dieser guten Aussichten redete Heiko Herrlich freilich auch am Freitag nicht vom Aufstieg. Mit einer wohltuenden Unaufgeregtheit in diesem hektischen Fußballbetrieb betonte er auch vor dem (vielleicht) letzten Heimspiel der Saison: "Wir tun gut daran, uns nur auf die nächste Aufgabe zu fokussieren."

Diese nächste Aufgabe heißt Chemnitzer FC, aktuell Tabellen-Zehnter. Das Spiel elektrisiert die ostbayerischen Fußballfans. Schon über 10.500 Tickets waren bis Freitagnachmittag verkauft, der Verein rechnet auf jeden Fall mit 12.000 Besuchern. Bereits zweimal kamen zu Drittliga-Heimspielen des Jahn in dieser Saison über 10.000 Fans, beide Spiele gegen Osnabrück und Kiel verlor die Jahnelf. "Dieses Mal wollen wir nicht nur eine gute Leistung zeigen, sondern auch die drei Punkte holen", gab Herrlich als Ziel aus.

Auf die eigenen Stärken konzentrieren

Die Aufgabe wird allerdings nicht leicht. Denn die Gäste weisen in ihrem Kader eine gute Qualität auf, liegen aktuell hinter den eigenen Ansprüchen. "Einiges an Potenzial" erkennt auch Herrlich im Chemnitzer Team, vor allem Stürmer Anton Fink sei "brandgefährlich". Es gelte für sein Team, bei Ballverlust schnell ins Gegenpressing zu kommen, damit der CFC gar nicht erst in die gefährliche Zone komme. Und dennoch betonte der Jahn-Coach auch: "Wir sollten uns auf unsere Stärken konzentrieren und versuchen, unser Spiel durchzubringen." Bei seiner Mannschaft spürt er vor dieser Partie sowohl Vorfreude als auch Druck. "Es ist ein positiver, ein schöner Druck", so Herrlich. Personell muss der Jahn-Coach neben den Langzeitverletzten auch auf den gelbgesperrten Sebastian Nachreiner verzichten. Ihn wird Markus Palionis in der Innenverteidigung ersetzen, es wird der erste Startelf-Einsatz des Kapitäns seit seiner Kreuzbandverletzung.

Mit einem Sieg würde sich der Jahn in der Endabrechnung mindestens Platz vier sichern und damit die Qualifikation für den DFB-Pokal perfekt machen. Es wäre eine schöne Geschichte, würde die Jahnelf mit einem Erfolg im letzten Heimspiel den Negativpunkt der Saison - das Ausscheiden im Toto-Pokal gegen Bezirksligist Aiglsbach - vergessen machen. Ein "besonderer Anreiz" sei das, sagte Heiko Herrlich. Seine Mannschaft wolle "leidenschaftlich und mit offenem Visier agieren. Versuchen, alles zu geben und zeigen, dass wir ein Team sind, womit sich die Leute identifizieren können." Zum Abschluss zitierte Herrlich noch eine Aussage des aktuellen Liverpool-Trainers Jürgen Klopp aus einem bekannten Werbespot: "Uns treibt die Lust aufs Gewinnen an und nicht die Angst vorm Verlieren." Das soll am Samstag auch der Chemnitzer FC zu spüren bekommen.