NawaRo Straubing - Interview

Heiko Koch: „Für den Aufstieg müssen die Rahmenbedingungen stimmen“


Bastelt am Aufstieg in die 1. Volleyball-Bundesliga und mittelfristig an einer neuen Heimspielstätte für NawaRo: Heiko Koch. (Foto: fotowerkstatt gahr&popp)

Bastelt am Aufstieg in die 1. Volleyball-Bundesliga und mittelfristig an einer neuen Heimspielstätte für NawaRo: Heiko Koch. (Foto: fotowerkstatt gahr&popp)

Von Redaktion idowa

Sieben Spiele vor dem Ende ist der Titelverteidiger der 2. Volleyball Bundesliga, NawaRo Straubing, weiter ungeschlagen und scheinbar uneinholbar der Konkurrenz enteilt. Beim Partner-Abend am Mittwoch im Hotel ASAM schwor der geschäftsführende Gesellschafter von NawaRo Straubing im Beisein von Daniel Sattler von der Volleyball-Bundesliga 65 Werbepartner und Bürgermeisterin Maria Stelzl als Vertreterin der Stadt auf die neuen Ziele des Clubs ein.

Er warb dabei auch dafür Mut zu haben, diese Ziele gemeinsam anzugehen. Denn hätte NawaRo diesen in der Vergangenheit nicht gehabt, wäre der Club nicht da wo er jetzt steht. Im Interview mit dem Straubinger Tagblatt nahm er am Rande der Veranstaltung auch öffentlich Stellung zum Thema Aufstieg und den damit verbundenen Aufgaben.

Herr Koch, sieben Spiel vor dem Saisonende hat Ihr Team acht Punkte Vorsprung und mit Sonthofen und Lohhof zwei schwere Brocken bereits hinter sich. Ist die Meisterschaft damit entschieden?
Heiko Koch: Der größte Gegner von uns sind wir jetzt selbst. Wenn wir weiterhin jeden Gegner ernst nehmen und uns auf jedes Spiel genauso vorbereiten wie bisher, sollte es am Ende mit der Meisterschaft klappen.

Welches sind in Ihren Augen die schwersten Gegner in den sieben noch ausstehenden Spielen?
Koch: Teams wie Vilsbiburg, das einen sehr guten Lauf hat, und auch das Auswärtsspiel in Stuttgart sind Hürden, die uns noch wehtun können, wenn wir nicht fokussiert genug sind. Auch andere Gegner können uns gefährlich werden, wenn wir nicht mit voller Konzentration aufs Feld gehen.

Im Falle der Meisterschaft haben Sie im Sommer erklärt, das Aufstiegsrecht wahrnehmen zu wollen. Steht diese Aussage noch?
Koch: Klares "Ja". Voraussetzung dafür ist jedoch, dass wir die Lizenzvorgaben der Volleyball Bundesliga erfüllt haben. Damit sind vor allem die infrastrukturellen Vorgaben und die wirtschaftlichen Voraussetzungen gemeint.

Das Thema Halle treibt derzeit viele Menschen in Straubing um. Ist eine neue Halle zwingend erforderlich, um in die 1. Bundesliga aufsteigen zu können oder gibt es hier Übergangsregelungen?
Koch: Was die Übergangsregelungen betrifft, so haben wir als Aufsteiger zwei Jahre Bestandsschutz und werden danach versuchen, eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten. Selbstverständlich werden wir während dieser Zeit am Thema neue Halle arbeiten und in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und Projektplanern versuchen, eine neue Heimspielstätte für NawaRo zu realisieren. Hier müssen jedoch alle an einem Strang ziehen und die Last muss auf mehreren Schultern verteilt werden.

Wie laufen die Planungen hinsichtlich Aufstieg in die 1. Bundesliga? Was sind aktuell Ihre Baustellen und was muss noch geschehen, damit der Traum von der Rückkehr des Straubinger Volleyballs in die 1. Bundesliga nach über 20 Jahren wahr wird?
Koch: Seit Anfang Dezember sind wir in der vollen Planung für die 1. Bundesliga. Davor hatten wir noch zweigleisig geplant. Neben der oben genannten Hallenthematik gilt das Hauptaugenmerk derzeit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Hier sind wir bereits seit Anfang Januar in intensiven Gesprächen mit unseren Werbepartnern. Neben diesen Gesprächen stehen wir auch in Kontakt mit potentiellen neuen Werbepartnern.

Abschließend noch ein Wort zu Ihren Fans. Sie reisen mittlerweile zu jedem Auswärtsspiel mit. Sind Sie stolz auf Ihren Anhang?
Koch: Es freut mich sehr zu sehen, wie wir in fremden Hallen durch unsere Fans unterstützt werden. Der Slogan der Volleyball-Bundesliga: "Home of Respect" ist für unsere Anhänger keine lose Worthülse. Sie feiern nach den Spielen in der Volleyballarena auch unsere Gäste. Ich hoffe, dass das lange so bleibt und sich unsere Fan-Schar weiter vergrößert.