Die Stimmen zum Jahn-Sieg in Fürth "Das Navi würde sagen: Sie haben Ihr Ziel erreicht"

Derbysieg und Klassenerhalt: Jahn-Jubel unter dem Fürther Nachthimmel. Foto: imago

Es ist geschafft! Mit dem 2:1-Derbysieg bei der SpVgg Greuther Fürth hat der SSV Jahn Regensburg sein Punktekonto am Freitagabend auf 44 Zähler erhöht. Damit ist der Klassenerhalt nach menschlichem Ermessen durch. "Das Navi würde sagen: Sie haben Ihr Ziel erreicht", meinte Trainer Achim Beierlorzer. Die weiteren Stimmen nach der Partie lesen Sie hier:

Jann George (Doppelpacker beim SSV Jahn): "Die Gefühlslage ist natürlich sehr gut. Nach dem ersten Tor habe ich nicht so sehr gejubelt, weil ich dem Verein schon sehr viel zu verdanken habe. Obwohl ich Nürnberger bin, ist das schon eine Herzensangelegenheit. Dieses Gefühl, in der 2. Liga zu treffen, der Mannschaft zu helfen und wichtige Tore zu schießen, das ist schon etwas ganz Besonderes. Das ist einfach ein Traum-Gefühl. Ich würde lügen, wenn man als Fußballer nicht immer von Anfang an spielen will. Aber 'Stolle' hat es voll und ganz verdient gehabt zu spielen. Ich hatte zuletzt auch ein paar Spiele dabei, wo ich nicht auf meinem besten Niveau unterwegs war. Ich war schon doppelt motiviert, weil ich hier zu Hause bin, meine Familie da war und ich einfach beweisen wollte, dass ich das spielen kann."

Marco Grüttner (Kapitän SSV Jahn): "Mit dem Klassenerhalt war es das jetzt, ja. Da dürfte nichts mehr passieren. Jeder kann sich die Situation anschauen und die Tabelle lesen. Wir hören jetzt nicht auf mit dem Fußballspielen. Wir wollen einfach noch so viele Punkte wie möglich sammeln und dann gucken wir mal, wohin der Weg geht. Heute haben wir ein eher schlechtes Spiel gemacht und trotzdem gewonnen. Das gehört auch mal dazu. Wir haben viele Abspielfehler gemacht und uns hinten reindrängen lassen. Es war eigentlich eine Abwehrschlacht. Wir haben bis zuletzt voll verteidigt, das war gut. Aber im Offensivspiel sind wir bis auf die beiden Tore schon einiges schuldig geblieben. Aber was zählt, ist der Sieg. Heute wird schon das eine oder andere 'Bierle' mal getrunken und dann greifen wir nächste Woche wieder an."

Lesen Sie hier einen Kommentar zum Thema: Historisch gut!

Marvin Knoll (Innenverteidiger SSV Jahn): "Mit 44 Punkten steigt man nicht mehr ab, so ehrlich muss man sein. Jetzt ist die Situation einfach geil. Auf uns wartet gegen St. Pauli wieder ein Spiel vor ausverkauftem Haus. Das haben wir uns einfach verdient, wir spielen eine grandiose Saison. Das war ein Spiel, das man auch erst einmal so über die Bühne bringen muss. Wir haben grandios verteidigt. Ich bin zufrieden, auch mal so einen Sieg einzufahren. Wir wollen jetzt natürlich das Maximum. Wofür es dann reicht, das weiß ich nicht und das lassen wir einfach auf uns zukommen. Wir haben unser Ziel erreicht und jetzt können wir es einfach nur genießen. Ich habe noch nie in einer so intakten Mannschaft gespielt, die so füreinander da ist. Das macht schon Spaß."

Achim Beierlorzer (Trainer SSV Jahn): "Ich habe ein brutal intensives Spiel gesehen. Zwei Mannschaften, die sich gegenseitig überhaupt keinen Raum gelassen haben, die dieses Spiel durch wahnsinnig viel Laufarbeit und intensive Zweikämpfe rassig gemacht haben. Wir haben in der ersten Halbzeit Glück gehabt, dass wir nicht in Rückstand geraten sind und konnten selbst nicht so in unser Umschaltspiel kommen, wie wir es uns vorgenommen hatten. Das lag aber definitiv auch am Druck der Fürther. In der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, richtig dagegen zu halten. Das war der Schlüssel, diese Mentalität, dass man sich wehrt, dass man miteinander kämpft. Wir haben dann auch den ersten richtig tollen Angriff gleich zum 1:0 abgeschlossen, was einem natürlich immer gut tut. Wir haben das 2:0 nachgelegt und waren dann defensiv richtig stabil."

"Wir haben 44 Punkte. Jetzt mache ich einen Haken dran. Der Klassenerhalt ist für uns geschafft. Punkt. Das Navi würde sagen: 'Sie haben Ihr Ziel erreicht.' Das ist für uns ein absoluter Wahnsinn. Die Mannschaft hat größtes Lob verdient und ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft."

Damir Buric (Trainer Greuther Fürth): "Ja, ich finde, wir haben ein interessantes Spiel gesehen. Meine Mannschaft hat einen unbedingten Willen gezeigt, dass sie gewinnen will. Dann kommst du alleine auf den Torwart, dann musst du den Ball über die Linie bringen, dann kommen Räume und das Spiel öffnet sich für uns. Ich habe die Mannschaft in der Halbzeit aufgebaut. Von der Art und Weise, wie wir das Spiel kontrolliert haben, habe ich eher Gefahr bei Standards gesehen. Aber dann kommt so ein billiges Ding. Das darf nicht passieren. Wir haben einen so großen Aufwand betrieben, ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Aber wir haben keine Tore gemacht, das hat uns gefehlt. Wir müssen uns wieder aufrichten, wir müssen knallhart analysieren und unsere Lehre ziehen. Unser Weg ist noch lang."

 

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