"Wäre ein großer Verlust"

Lothar Matthäus: FC Bayern sollte mit Thomas Müller verlängern


Ex-Kapitän des FC Bayern: Lothar Matthäus.

Ex-Kapitän des FC Bayern: Lothar Matthäus.

Von Guido Verstegen / Online

Lothar Matthäus bricht eine Lanze für Thomas Müller und warnt den FC Bayern davor, den 30-Jährigen gehen zu lassen. Auch die Coutinho-Verpflichtung betrachtet er in diesem Zusammenhang skeptisch.

München - Jetzt hat sich auch Lothar Matthäus in der vieldiskutierten Personalie Thomas Müller zu Wort gemeldet. Der Rekord-Nationalspieler rät dem FC Bayern eindringlich davon ab, den vermeintlich unzufriedenen Ex-Nationalspieler ziehen zu lassen.

"Müller ist für Bayern als Identifikationsfigur, aber auch sportlich, unheimlich wertvoll. Ihn abzugeben, wäre ein großer Verlust für alle Seiten. Darum habe ich auch eine Vertragsverlängerung für Müller vorgeschlagen", sagte der 58-Jährige der "Bild"-Zeitung. Und: Bei keinem anderen Klub gebe es für Müller "diese Ideal-Position" hinter Stürmerstar Robert Lewandowski.

Matthäus: So macht der Coutinho-Deal Müller das Leben schwer

Müller war in den vergangenen Wochen nach Jahren als Leistungsträger von Trainer Niko Kovac nur noch auf die Bank gesetzt worden. "Wenn das Trainerteam mich in Zukunft nur noch in der Rolle des Ersatzspielers sieht, muss ich mir meine Gedanken machen", hatte Müller im "Kicker"-Interview gesagt und damit Spekulationen über einen Abschied aus München angeheizt.

Matthäus, einst selbst Kapitän beim Rekordmeister, sieht in dem vorerst geplatzten Transfer von Leroy Sané und der stattdessen erfolgten Ausleihe des Brasilianers Philippe Coutinho einen Grund für Müllers "verfahrene" Situation.

"Erst als Sané nicht klappte, bemühte sich Bayern als Folge um Coutinho", sagte er. "Mit Sané auf den Flügeln hätte Müller im Zentrum wie schon in der erfolgreichen Double-Rückrunde seine Einsatz-Zeiten bekommen. Doch Coutinho blockiert diese Rolle nun, Kovac baute sogar für den Brasilianer um. Das war aus Sicht von Müller einer der denkbar unglücklichsten Transfers."

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