Landgericht Regensburg

Straubinger muss sich wegen versuchtem Totschlag verantworten


Ein junger Straubinger soll im August 2020 einen wildfremden Mann mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben. (Symbolbild)

Ein junger Straubinger soll im August 2020 einen wildfremden Mann mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben. (Symbolbild)

Von Redaktion idowa

Im August 2020 kam es in Straubing zu einer brutalen Auseinandersetzung zwischen drei Männern - einer von ihnen wurde dabei schwer verletzt. Der mutmaßliche Haupttäter muss sich deswegen ab Freitag vor dem Landgericht Regensburg verantworten.

Der Vorfall ereignete sich am 23. August gegen 1.20 Uhr. Laut Anklage hatte sich der 26-jährige Straubinger kurz zuvor heftig mit seiner Mutter gestritten und war außerdem erheblich betrunken. Er befand sich deswegen wohl in einem psychischen Ausnahmezustand. Gegen 1.15 Uhr wählte er selbst den Notuf und bat darum, in ein Bezirksklinikum gebracht zu werden. Kurz nach diesem Telefonat gingen zwei Männer draußen an seiner Wohnung vorbei. Laut Anklage soll der 26-Jährige die beiden durch sein Fenster lautstark angebrüllt und bedroht haben. Als er auch nach draußen ging, soll es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den dreien gekommen sein. Dabei soll der Beschuldigte einen der beiden Männer mit einem Küchenmesser angegriffen und in den Bauch gestochen haben. Er wurde dabei lebensgefährlich verletzt und musste später notoperiert werden. Der Begleiter des Mannes konnte den Angreifer schließlich stoppen und in die Flucht schlagen, so die Staatsanwaltschaft.

Der Beschuldigte muss sich nun vor dem Landgericht wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Für den Prozess sind zunächst fünf Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil könnte am 14. April fallen. Bis zur Urteilsverkündung gilt für den Angeklagten die Unschuldsvermutung.