Wolfsschäden EU unterstützt Schutz vor Wölfen

EU-Agrarkommissar Phil Hogan will Landwirten, die durch Wolfsrisse Tiere verloren haben, künftig den Schaden komplett erstatten. Foto: dpa

Wo er auftaucht, hinterlässt er seine tödlichen Spuren. Ausgerechnet am "Tag des Wolfes" im Mai riss ein Tier in diesem Jahr im Nordschwarzwald 40 Schafe und sorgte damit für "ein Bild des Grauens", wie Annette Wohlfahrth, Geschäftsführerin des Landesschafzuchtverbandes, vor Ort feststellte. Von etwa 1.000 Wölfen in Deutschland sprechen die Behörden wie das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium. Bisher können die betroffenen Bauern die entstandenen Schäden an Weiden, Zäunen und Tierherden von den Ländern nur zu 80 Prozent erstattet bekommen - mehr ließ das Beihilferecht der EU nicht zu. Das wird nun anders.

"Wir wissen um die Bedrohung, die Wolfsrudel für Tierhalter in einigen Regionen Deutschlands bedeuten und wollen dies in unseren Bestimmungen zur Förderung des ländlichen Raums berücksichtigen", hatte EU-Agrarkommissar Phil Hogan schon vor einigen Tagen in einem Interview angekündigt. Am Freitag machte er in Berlin zum Start der "Grünen Woche" ernst. Demnach können Viehhalter künftig die Schäden zu 100 Prozent erstattet bekommen - von den Bundesländern. 

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