Wintersport Doping: Erfurter Sportmediziner vorzeitig aus Haft entlassen

Prozessakten liegen in einem Gerichtssaal. Foto: Thomas Frey/dpa/Symbolbild

Der verurteilte Erfurter Sportmediziner Mark S. ist wieder auf freiem Fuß. Das bestätigte die zuständige Staatsanwaltschaft München I der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Zuerst hatte die "Thüringer Allgemeine" über die Entlassung des Arztes berichtet. S. war im Januar 2021 wegen des jahrelangen Blutdopings an Sportlern und wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verurteilt worden war. Zudem hatte er ein Berufsverbot für drei Jahre erhalten.

"Der Verurteilte ist zum 16. Mai 2022 bedingt entlassen worden. Er steht für drei Jahre unter Bewährung, danach kann und wird die Strafe erlassen werden, falls alle Auflagen und Weisungen erfüllt wurden und keine neuen Straftaten vorliegen", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

S. hatte über Jahre ein Doping-Netzwerk aufgebaut, auf das Athleten verschiedener Länder und Sportarten zurückgriffen. Öffentlich wurde das Vorgehen nach Razzien im Rahmen der "Operation Aderlass" in Erfurt und während der Nordischen Ski-WM 2019 in Seefeld.

In dem Prozess gegen S. und vier seiner Helfer legten alle fünf - teils umfassende - Geständnisse ab. Im Januar 2021 verhängte das Landgericht München II. dann wegen Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz, der unerlaubten Anwendung von Dopingmethoden im Sport und gefährlicher Körperverletzung die Haftstrafe gegen den Mediziner. Da S. unter Anrechnung der Untersuchungshaft zwei Drittel der Strafe verbüßt hat, wurde ihm nun die verbliebene Haftzeit erlassen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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