Weltcup in Val di Fassa Vizeweltmeisterin Weidle rauscht knapp am Podium vorbei

Beim Weltcup in Val di Fassa knapp am Podium vorbei gefahren: Kira Weidle. Foto: GEPA Pictures/imago

Kira Weidle hat ihre Stellung als eine der schnellsten Abfahrerinnen der Welt unterstrichen. Nach Silber bei der WM reichte es im Weltcup in Val di Fassa ganz knapp nicht für das Podest. Ganz vorne war eine Schweizerin mal wieder nicht zu schlagen.

Die Dolomiten-Sonne schien für Kira Weidle so wie jüngst beim großen WM-Coup - für einen Podesterfolg reichte es diesmal aber nicht. In der Weltcup-Abfahrt in Val di Fassa ist die deutsche Vize-Weltmeisterin am Freitag als Vierte knapp am Podium vorbei gefahren. "Mein Lauf war okay, würde ich sagen", resümierte die Starnbergerin, der bei frühlingshaften Temperaturen im Trentino der klitzekleine Ärger über die verpassten Top 3 aber anzusehen war.

Auf Rang drei und Weltmeisterin Corinne Suter aus der Schweiz fehlten Weidle 0,07 Sekunden - auch die Schweizer Siegerin Lara Gut-Behrami war nur 0,33 Sekunden schneller. "Da ist auf jeden Fall noch was drin für morgen", sagte die deutsche Top-Speedfahrerin im Ausblick auf die zweite Abfahrt am Samstag (11.00 Uhr/ARD-Stream und Eurosport).

Weidles Fazit nach Platz vier - immerhin ihre beste Platzierung in diesem Weltcup-Winter - unterstreicht die neue Erwartungshaltung, die sie an sich selbst hat. Der Lauf sei "immer noch ausbaufähig", erkannte sie. Auf der verhältnismäßig kurzen "La Volata"-Abfahrt sind kaum gröbere Schwierigkeiten drin, es geht vor allem darum, von oben bis unten bestmöglich auf Zug durchzurasen. "Zwei Kurven haben nicht ganz gepasst", erkannte Viktoria Rebensburg als Eurosport-Expertin.

"Es ist unheimlich schwer, den Grad zu finden, zu attackieren und trotzdem die Schläge zu vermeiden", berichtete Weidle in der ARD. "Das ist mir manchmal gut gelungen und manchmal nicht so."

Im Schlussteil die schnellste Fahrerin

Während sie im Mittelteil die mitentscheidenden Fehler einbaute, war Weidle auf dem finalen Gleitstück im Schlussteil die schnellste Fahrerin. Dort profitierte sie wie zuletzt schon bei der WM in Cortina d'Ampezzo von ihren aktuell pfeilschnellen Skiern. Mit diesen will sie am Samstag zum dritten Mal auf ein Weltcup-Podium rasen und vielleicht sogar ihren ersten Sieg im Elite-Rennsport feiern.

Gut-Behrami ist der deutschen Speed-Hoffnungsträgerin da freilich weit voraus. Die erfahrene Schweizerin feierte den 31. Sieg ihrer Karriere und dabei den zehnten in der Königsdisziplin. Zweite wurde Ramona Siebenhofer (Österreich), der 0,02 Sekunden zum Sieg fehlten.

Die derzeit kaum schlagbare Gut-Behrami, die in Cortina Gold in Super-G und Riesenslalom sowie Bronze in der Abfahrt gewonnen hatte, nimmt eine weitere glitzernde Trophäe ins Visier. Sie übernahm die Führung im Gesamtweltcup und verwies die bisherige Spitzenreiterin Petra Vlhova aus der Slowakei auf Rang zwei. 29 Punkte trennten die beiden Athletinnen am Freitag - in den beiden weiteren Speedevents in Val di Fassa kann Gut-Behrami diesen Vorsprung weiter ausbauen.

Als zweite deutsche Starterin im Fassatal landete Katrin Hirtl-Stanggaßinger mit 3,70 Sekunden Rückstand auf Rang 41.

 

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