Wegen Corona-Krise: Fußwallfahrt nach Altötting entfällt erstmals seit 190 Jahren

Zu Fuß von Regensburg nach Altötting - es ist Deutschlands größte Fußwallfahrt. Und das bereits seit 190 Jahren. Doch in diesem Jahr kann die Wallfahrt zum ersten Mal in ihrer langen Geschichte nicht stattfinden. Der Grund: die Corona-Krise. Foto: Regensburger Diözesanfußwallfahrt e.V.

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Und dazu zählt die aktuelle Corona-Pandemie, die auch vor Regensburg nicht Halt macht. Aus diesem Grund entfällt in diesem Jahr die Fußwallfahrt von Regensburg nach Altötting. Es ist die erste Absage in der 190-jährigen Geschichte der Wallfahrt.

Aufgrund der aktuellen Situation, die sich leider auch in absehbarer Zeit nicht ändern wird, hat Pilgerführer Bernhard Meiler, zusammen mit der Vorstandschaft des Vereins der Regensburger Diözesanfußwallfahrt e.V. und des Pilgerausschusses sowie nach intensiven Gesprächen mit vielen verantwortlichen Stellen und Behörden die Entscheidung getroffen, die diesjährige Fußwallfahrt vor Pfingsten nicht durchzuführen.

"Es wäre unverantwortlich, da viele Pilger und Helfer, Polizei, BRK, Feuerwehren, Pfarrgemeinden und viele weitere Organisationen bei dem dreitägigen Pilgern beteiligt sind. Die Wallfahrer ziehen durch viele Ortschaften und machen dort auch Rast. Auch gegenüber den Quartiergebern ist es nicht zu verantworten, dass sie die Pilger in der momentanen Situation aufnehmen sollen. Der Schutz und die Gesundheit von Allen ist der Pilgerleitung sehr wichtig", so Bernhard Meiler.

Sofern sich die Lage innerhalb der nächsten Monate verbessern sollte, könnte unter Umständen im Herbst alternativ eine dreitägige Dankeswallfahrt abgehalten werden. "Aber auch das ist längst noch nicht sicher", räumt Meiler ein.

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