Bisher war die Lage entspannt, doch seit einigen Wochen breitet sich der Borkenkäfer aus. Die erste Warnstufe ist erreicht. "Es tauchen wieder vermehrt Nester auf", sagt Dr. Elfriede Feicht. Seit 2016 beobachtet die Forstwissenschaftlerin die Entwicklung im Landkreis für das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Einen befallenen Baum erkennt man an den kleinen Häufchen Bohrmehl die am Stamm liegen. Sie entstehen, wenn sich der Borkenkäfer in die Rinde bohrt. In diesem Jahr hat der häufige Regen die Spuren der Käfer oftmals weggespült. "Dadurch lässt sich Befall nur schwer feststellen", sagt Dr. Feicht. Einige Nester könnten dadurch unentdeckt geblieben sein: Wenn die Krone erst abgestorben und die Rinde abgefallen ist, ist es für die Eindämmung der Käferplage bereits zu spät. Die Tiere sind bereits ausgeflogen und haben sich im Umkreis in neuen Bäumen niedergelassen.