Ursulinen-Gymnasium Straubing Spirituelle Pilgerreise nach Taizé

Weil die Schülerinnen nicht nach Taize reisen konnten, holten sie die französische Gemeinde kurzerhand nach Straubing. Foto: Ursulinen-Gymnasium Straubing

Das P-Seminar Französisch „Spirituelle Pilgerreise nach Taizé“ des Ursulinen-Gymnasiums unter Leitung von Verena Danner machte es sich zur Aufgabe, die typische Lebensweise der kleinen Gemeinde im Herzen Frankreichs kennenzulernen und diese in den Alltag zu integrieren. Taizé ist für seine Internationalität, Ruhe sowie Entspannung bekannt, bei der man sich auf sich selbst konzentrieren kann und mehr über sich selbst lernt.

Für die Schülerinnen stand vor allem im Fokus, dem stressigen Schulalltag ein Stück weit zu entfliehen und zu lernen, wieder in Einklang mit sich selbst zu leben. Darüber hinaus wollten sie sich mehr mit der Kultur und Sprache Frankreichs auseinandersetzen. Im Rahmen des Seminars beschäftigten sie sich intensiv mit französischen und deutschen Gebeten, Meditationen und Liedern, für die der französische Ort besonders bekannt ist. Daraufhin steckten sich die Schülerinnen als Höhepunkt des Seminars ein großes Ziel: eine gemeinsame Reise nach Taizé zu planen, zu organisieren und durchzuführen.

Leider machte COVID-19 einen Strich durch die Rechnung, sodass schleunigst ein neues Ziel überlegt werden musste. Auch wenn anfangs betrübte Stimmung herrschte, ließen es sich die Schülerinnen nicht nehmen, die Elemente des französischen Pilgerorts in das eigene Leben einzubauen. Somit wurde beschlossen, mehrere Projekte zu planen, um Taizé und Frankreich nach Straubing zu bringen.

Im Zuge dessen organisierten die Schülerinnen beispielsweise eine Wanderung an der Donau, eine Taizé-Mottowoche an der Schule sowie mehrere französische Andachten im Taizé-Stil während der Adventszeit. Dadurch gelang es, den anderen Mitschülerinnen und Lehrern die außergewöhnliche Spiritualität und auch das Land näherzubringen. Da die Enttäuschung über die Absage der Reise sehr groß war, nahmen sich die Seminarteilnehmer vor, in den Sommerferien den französischen Pilgerort kurzerhand nach Hause zu bringen. Dies wurde erreicht, indem die Schülerinnen mindestens fünf Tage lang den Tag so strukturierten, wie er in Taizé üblich ist. Der Alltag wurde auf das Wesentliche reduziert, die Schülerinnen setzten sich beispielsweise bewusst mit der Natur auseinander, beschäftigten sich mit französischen Gebeten und Bibelstellen oder starteten neue Hobbies. Dabei machte jede einzelne von den 13 Teilnehmerinnen sehr individuelle und prägende Erfahrungen, die in Form eines deutsch-französischen Tagebuchs oder auch in Videos festgehalten wurden.

Fazit

Abschließend kann man sagen, dass sich für die Teilnehmerinnen des P-Seminars zwar die Tür nach Taizé geschlossen hat, sie aber dadurch eine wertvolle Sache gelernt haben: Wenn man ein Ziel vor Augen hat, dann kann alles erreicht werden – sogar, dass dieses kleine französische Dorf zu uns nach Bayern kommt. Auch wenn die Pilgerreise leider nicht durchgeführt werden konnte, machten die Schülerinnen stattdessen eine Reise zu sich selbst und haben nichtsdestotrotz das Ziel des Seminars vollständig erfüllt.

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