Nach seinem Abitur im Jahr 2017 begann Patrick Neumann sein Studium an der Universität Regensburg. Er zog dafür in eine kleine Wohnung in Uni-Nähe. Doch Neumann stellte mittendrin fest, dass das Studium nichts für ihn war. Er wechselte nach zwei Semestern seinen Studiengang und brach letztendlich ab. Nun berichtet er von seiner Erfahrung, wie er zu dem Entschluss kam, wie seine Eltern den Studienabbruch aufnahmen und wie es ihm heute geht.

Herr Neumann, was hat Sie motiviert, zu studieren?

Patrick Neumann: Ich wollte schon immer im Informatik-Bereich arbeiten. Ob ich dafür eine Ausbildung mache oder studiere, habe ich relativ spontan entschieden. Letzten Endes habe ich studiert, weil es das "Normale" war nach der Schule, wenn man sein Abi hat. Die Schule bereitet einen nur auf das Studium vor und man behandelt kaum das Thema Ausbildung. Da kam bei mir der Gedanke an eine Ausbildung eigentlich gar nicht auf, weil die Möglichkeit so auch nie kommuniziert wurde.

Sie haben ja dann auch Ihren Studiengang nach zwei Semestern gewechselt. Wie kam es dazu?

Neumann: Anfangs habe ich zwei Semester Mathe an der Uni studiert. Eigentlich wollte ich an die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) und gleich Informatik studieren, aber den Numerus clausus (NC) habe ich nicht geschafft. Da dachte ich mir, weil Informatik ja doch viel mit Mathe zu tun hat, studiere ich einfach das. Außerdem habe ich ehrlicherweise zu spät bemerkt, dass es den Studiengang Medieninformatik an der Uni gibt. Da lernt man die Grundlagen in verschiedenen Informatikfeldern. Nach dem ersten Semester habe ich es zwar nochmal an der OTH probiert, weil ich im NC gewesen wäre, aber durch eine Missplanung waren zu wenig Plätze frei und ich bin erstmal bei Mathe geblieben. Dann habe ich nach zwei Semestern auf Medieninformatik gewechselt.

Was genau hat an der Uni für Sie nicht funktioniert?