Umfrage der Woche Härtere Gangart rund um den EZO-Parkplatz? Das sagen idowa-Leser

Halli Galli auf dem EZO-Parkplatz in Cham-Süd. Foto: Redaktion Cham

In der vergangenen Woche wollten wir in unserer idowa-Umfrage von unseren Lesern wissen, ob die in Cham angekündigte härtere Gangart gegen sogenannte Autoposer gerechtfertigt ist. Hintergrund waren dort speziell einige Vorfälle der letzten Wochen, die das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Menschenmassen auf Parkplätzen, Flaschenwürfe auf Polizisten und nun auch ein Unfall. Die große Resonanz auf unsere Umfrage zeigt, dass das Thema nicht nur vielen Leuten unter den Nägeln brennt, sondern dass die Meinungen auseinandergehen.

Nicht nur die Motoren laufen heiß in Cham, auch die Gemüter sind mittlerweile erhitzt. Immer wieder gab es in den vergangenen Wochen auf dem EZO-Parkplatz in der Rodinger Straße Ärger, Beschwerden und am Samstag nun auch einen Unfall. Zwar hat die Stadt zwischenzeitlich schnell unter anderem mit einer 30er-Zone reagiert, doch die Stimmen werden lauter, dass die bisherigen Maßnahmen noch nicht ausreichen. Insbesondere nach dem Unfall, bei dem ein BMW in das Hauseck einer Diskothek knallte, wächst die Kritik. So sagt ein Kommandant der örtlichen Feuerwehr: "Es war nur eine Frage der Zeit!" Er befürchtet, dass die Raserei nun auf dem Parkplatz weitergeht.

Was also tun, um eine Lösung für möglichst alle Beteiligten zu finden? Denn klar ist auch: Nicht jeder der dort Anwesenden schlägt über die Stränge und bei weitem nicht auf jeden trifft die Bezeichnung "Autoposer" zu. Trotzdem gibt es auch hier die üblichen schwarzen Schafe. Und genau die bereiten den Behörden und Anwohnern Kopfzerbrechen. Ist die angekündigte härtere Gangart also gerechtfertigt?

Das Ergebnis der Umfrage

An unserer Umfrage zu diesem Thema haben sich in der vergangenen Woche insgesamt 3.746 Leser beteiligt. 45 Prozent (1.686 Leser) stimmten dabei für härtere Maßnahmen und verstärkte Kontrollen. Weitere 36 Prozent (1.349 Leser) fänden das allerdings für überzogen und sind der Meinung, dass die jungen Leute genug unter den Corona-Beschränkungen gelitten haben und man sie daher einfach feiern lassen sollte. 19 Prozent der Befragten (712 Leser) würden dagegen einen anderen Weg bevorzugen: Mehr alternative Freizeitangebote für die jungen Leute schaffen und so das Problem womöglich zu lösen.

Die Reaktionen auf Facebook

Auch auf der Facebook-Seite von idowa wurde zu dem Thema sehr kontrovers diskutiert und auch war die Beteiligung enorm. Userin Tanja Miedl schreibt zum Thema: "Was hat fehlende Erziehung, Ignoranz und Respektlosigkeit mit Tunern im Allgemeinen zu tun? Also wir wurden glücklicherweise so erzogen, dass wir unseren Müll wieder mitnehmen und uns respektvoll anderen Menschen (in diesem Fall eben die Polizei) zu verhalten haben. Das Verhalten einiger Teilnehmer in diesem Fall hat in meinen Augen wenig mit der "Tuningszene" zu tun, als mehr mit ganz ganz miesem Charakter. Und ja, auch ich fahre ein getuntes Auto, was mir aber keinen Freifahrtschein für solch unterirdisches Verhalten gibt. Wie wir hier sagen "do feids hoid scho vom Boa weg"... Die Verallgemeinerung macht das Ganze halt auch nicht unbedingt besser." In eine ähnliche Kerbe schlägt Vera Kaiser: "Was hat Raser- und Poserhobby mit Corona zu tun? Solche randalieren immer. Ein solches hobby ist Charaktersache und weist darauf hin, dass man zuhause nicht beigebracht bekommt, dass auch andere Menschen auf der Straße unterwegs sind. Die, die ihr eigenes auto schonen wollen, nehmen sich Leihautos für ihre Rennen. Die Polizei sollte erfolgreicher werden, bevor ihr die Kids auf den Kopf spucken."

Facebook-User Matthias Schroll wäre dafür, "auf jeden Fall schwerere Geschütze aufzuziehen und wenn's ned fruchtet, den EZO Parkplatz nach den Öffnungszeit dicht machen." Conny Berzl schreibt: "War doch abzusehen. Haben sich lange genug einsperren lassen. Klar rechtfertigt das manches Verhalten in keinster Weise, aber die jungen Leute wollen sich treffen und das manche meinen sie müssen es so übertreiben finde ich zum kotzen. Zumal es nicht mal die Chamer waren." Tina Späth plädiert dafür, "den Jugendlichen Raum zu geben, sich legal zu treffen. Dann hört sich das in diesem Ausmaß am EZO von ganz allein wieder auf."

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